Fr, 25. Mai 2018

Wegen Überfischung

18.04.2011 15:06

Viele Fischarten im Mittelmeer vom Aussterben bedroht

Über 40 Fischarten, darunter Thunfische, Haie und Rochen, könnten schon in den nächsten Jahren aus dem Mittelmeer verschwinden. Zu diesem Schluss kommt jedenfalls eine im Schweizer Gland veröffentlichte Studie, die jetzt von der Umweltschutzorganisation IUCN (Internationale Union für die Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen) herausgegeben wurde.

Zu den bedrohten Spezies gehören demnach auch mindestens zwölf Knochenfischarten. Sie seien vom Aussterben wegen Überfischung, veränderter Lebensräume und Umweltverschmutzung bedroht. Zu ihnen zählen der Große Thunfisch (auch Roter Thunfisch oder Blauflossen-Thunfisch), der Braune Zackenbarsch, der Europäische Wolfsbarsch und der Seehecht. Sie könnten auf der Roten Liste als "bald vom Aussterben bedroht" eingestuft werden, so die IUCN, die regelmäßig eine Rote Liste der gefährdeten Arten erstellt.

Überfischung als Hauptproblem
Der Hauptgrund sei Überfischung. "Der Bestand an Großen Thunfisch im Mittelmeer und im Ostatlantik macht dabei besondere Sorge", sagte der Meeresfisch-Spezialist der Organisation, Kent Carpenter. "Es gibt bereits einen 50-prozentigen Rückgang des Fortpflanzungspotenzials über die vergangenen 40 Jahre, vor allem durch Überfischung."

Ein großes Problem sind nach Angaben der Umweltschutzorganisation auch die Schleppnetze, in denen sich auch viele Fische verfangen, die wirtschaftlich nicht genutzt werden. Diese Netze zerstören außerdem Teile des Meeresbodens, wo Fische leben und sich vermehren.

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