Sa, 21. Oktober 2017

Nach "Krone"-Bericht

07.04.2011 18:52

Lösung für benachteiligte Pfleger in Sicht

Zuerst wurden die Betroffenen im Kreis geschickt, jetzt setzt sich das Rad in Bewegung! Landeshauptfrau Gabi Burgstaller und Personal-Landesrat Sepp Eisl suchen eine Lösung für Pflegehelfer, die das Diplom machen. Sie waren "überrascht" von der Finanzierungslücke. Die Einzelfälle werden unter die Lupe genommen.

Diese Woche endet mit einer guten Nachricht für die Pflegehelfer im öffentlichen Dienst, die ihr Diplom machen wollen. Die "Krone" hat ausführlich berichtet: Arbeitslose und Wiedereinsteiger sowie Angestellte in privaten Institutionen bekommen die Ausbildung bezahlt, entweder vom Arbeitsmarktservice oder aus dem EU-Topf (siehe Infobox). Jene im öffentlichen Dienst müssen alles aus der eigenen Tasche finanzieren.

Fall Johann Kraihammer machte hellhörig
Der Fall von Johanna Kraihammer (44) hat die Politiker nun aufgerüttelt. Die Seekirchnerin arbeitet im Konradinum in Eugendorf, macht die dreieinhalb Jahre lange Zusatzausbildung zur Diplompflegerin. Über 7.000 Euro Kurskosten pro Jahr bezahlt sie selbst, zusätzlich belasten sie das geringere Einkommen und das Hereinarbeiten der Praktikumsstunden.

"Das ist eine Situation, die wir so nicht lassen können. Wir werden uns jeden Fall anzuschauen und prüfen, was wir machen können. Meine Hochachtung vor allen, die sich für die zusätzliche Ausbildung trotz finanziellen und zeitlichen Einbußen entscheiden", betonte Landeshauptfrau Gabi Burgstaller am Donnerstag.

"Werden Rahmenbedingungen schaffen!"
Am 11. Mai wird mit den sieben Betroffenen im Kurs des Berufsförderungsinstitutes gesprochen. Nur eines steht fest: Aus der Weiter- und Ausbildungsstiftung bekommen sie nichts, die ist nur den Arbeitslosen vorbehalten. "Aber wir werden die Rahmenbedingungen schaffen, dass diese Ausbildung auch bewältigbar ist."

Personal-Landesrat Sepp Eisl ist noch konkreter. "Wir werden es möglich machen, dass diese wichtige Zusatzausbildung für Salzburger, die ja offensichtlich gut in ihrem Beruf sind, bezahlt wird. Die Zeit müssen sie selbst investieren, aber bei der Diensteinteilung wird auf jeden Fall Rücksicht genommen werden", so Eisl.

Ob die Teilnehmer am aktuellen Kurs noch etwas von den großen Plänen haben, steht noch nicht fest. Aber vielleicht kommende pflegende GenerationenIch war überrascht, dass so viele betroffen sind. Alle, die diese Ausbildung durchhalten, haben meine Hochachtung. Wir werden die Rahmenbedingungen verbessern.

von Melanie Hutter, Kronen Zeitung

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