Mi, 23. Mai 2018

Nächste Anklage

05.04.2011 16:46

Faule Altbilanz: Hypo drohen hohe Geldstrafen

In den nächsten Tagen soll wieder eine Anklage in Sachen Hypo vorgelegt werden – wobei es um die umstrittenen Vorzugsaktienausschüttungen von 2004 geht. Auch für die Bank selbst sind diese Ermittlungen bedenklich, denn sollte sich nun herausstellen, dass erneut falsch bilanziert wurde, drohen hohe Geldstrafen!

Zur Erinnerung: Bei den Swaps ist in der Hypo schon ordentlich gepatzt worden. Die verspekulierten 320 Millionen Euro wurden falsch abgeschrieben; der Vorstand auch verurteilt. Jetzt stellt sich die Frage, ob die 200 Millionen Euro, die durch die Vorzugsaktien 2004 erzielt wurden, richtig in der Bilanz ausgewiesen wurden.

Wenn diese nämlich kein Kernkapital waren, könnte die Eigenkapitalquote der Bank zu dünn gewesen sein – und die Finanzmarktaufsicht rückwirkend eine Strafe aussprechen. Dementsprechend hat die neue Hypoführung schon vorgesorgt und bereits für 2010 Rückstellungen für Strafzinsen vorgenommen.

Wann ein Prozess um die Vorzugsaktien – angeklagt sollen ein Ex-Banker, ein Anwalt und ein Steuerberater sein – beginnt, ist völlig unklar. Denn der glatte Freispruch für Kulterer und Co. im ersten Verfahren hat auch im Justizministerium für Aufregung gesorgt.

von Kerstin Wassermann, Kärntner Krone

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