Do, 14. Dezember 2017

Leichte Fortschritte

28.03.2011 10:11

Koch: "Im Vergleich mit Japan ist mein Leid gering"

Der schwer verunglückte Wettkandidat Samuel Koch gewinnt aus der Anteilnahme an den Katastrophen in Japan Kraft zur Meisterung seines Schicksals. "Ich freue mich auf das, was vor mir liegt. Wenn ich an Japan denke und das Leid, das da entstanden ist, wird mir klar, dass mein Leid im Vergleich dazu ziemlich gering ist", sagte Koch dem Schweizer "SonntagsBlick". Seit seinem Sturz in der ZDF-Sendung "Wetten, dass..?" am 4. Dezember 2010 ist der 23-Jährige querschnittsgelähmt.

Der junge Mann hat nur einen Wunsch: "Ich wollte und will nach wie vor wieder Fußgänger werden." Es gebe Fortschritte, die er selbst spüre und über die er sich sehr freue, sagte Koch der Zeitung. So sei in der linken Hand das sensorische Gespür zurückgekehrt. In der rechten Hand sei schon länger wieder etwas davon da. Auch seinen linken Fuß spüre er wieder ganz leicht. Derzeit wird er in einer Schweizer Spezialklinik behandelt. Die Ärzte schließen eine Genesung nicht aus, auch wenn die Chancen gering seien.

ZDF-Moderator Thomas Gottschalk hat Samuel Koch vor ein paar Wochen im Paraplegiker-Zentrum in Nottwil besucht. Er sei fünf Stunden geblieben und "genauso witzig wie im Fernsehen" gewesen, berichtete die Familie. In der 885. Wette von "Wetten, dass..?" wollte der durchtrainierte Samuel mit Sprungstelzen fünf Autos überspringen. Den vierten Wagen - am Steuer saß sein Vater - berührte er, stürzte ab und blieb regungslos liegen.

Als er zum ersten Mal bemerkt habe, dass er in einem Rollstuhl sitzt, habe sich sein Kopf "schwebend angefühlt, schwebend auf einem leblosen Körper", sagte Koch nach Angaben der Zeitung. Er habe sich zunächst nicht damit abfinden können, dass er im Rollstuhl sitze. "Aber der Rollstuhl ist, sagen wir mal, ein nützliches Übel." Er schenke ihm ein großes Maß an Selbstständigkeit und Freiheit. Koch steuert den Stuhl mit den Schultern.

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