Mi, 24. Jänner 2018

110 Verdächtige

22.10.2010 14:14

Internationaler Drogenring ausgehoben

Einen international tätigen Drogenring haben Kripo-Ermittler auffliegen lassen. 19 Drogenschmuggler wurden in die Justizanstalten, Wels, Ried und Linz eingeliefert und bereits teilweise zu Haftstrafen verurteilt, einige Verdächtige sind noch auf der Flucht. Von April bis Oktober 2010 konnten mehr als 110 mutmaßliche Täter ausgeforscht werden, erklärte die Sicherheitsdirektion am Freitag.

Die Gruppe soll Heroin, Cannabis und Kokain von Holland, Deutschland, Tschechien und Bosnien nach Österreich geschmuggelt haben. Die Täter transportierten die Drogen teilweise in ihren Körpern und reisten mit Pkw und Zügen.

In Österreich selbst waren mehrere Personen für die Verteilung und den Verkauf des Suchtgiftes an Subverteiler und Endabnehmer verantwortlich. Die Verdächtigen sollen teilweise mit Drohungen sowie durch Schläge oder mittels Waffengewalt ausstehende Schulden eingetrieben haben. So sollen 25 Kilogramm Cannabis, 9,5 Kilo Heroin, ein halbes Kilogramm Kokain und rund 2.000 Drogenersatztabletten geschmuggelt worden sein. Teilweise wurde auch die Spezialeinheit Cobra eingesetzt, um Verdächtige festzunehmen.

EU-Haftbefehle ausgestellt
Die 17 bis 57 Jahre alten Hauptverdächtigen sind ausländische Staatsbürger oder Österreicher mit Migrationshintergrund. Der überwiegende Teil von ihnen stammt aus dem ehemaligen Jugoslawien und dem Kosovo. Ein Großteil der weiteren Verdächtigen wurde ebenfalls bereits angezeigt. Einige sind noch auf der Flucht oder haben sich in ihre Heimatstaaten abgesetzt, sind aber mittels EU-Haftbefehl zur Festnahme ausgeschrieben.

Bei zahlreichen Hausdurchsuchungen wurden noch geringe Mengen Drogen, Suchtgiftutensilien und Bargeld beschlagnahmt. Neben 135 Vergehen und 62 Verbrechen nach dem Suchtmittelgesetz wurden im Zuge der Ermittlungen laut Polizeiangaben auch mehrere Nötigungen, gefährliche Drohungen und Vergehen nach dem Waffengesetz sowie der Diebstahl von etwa 15.000 Liter Diesel mit einer Schadenssumme von 13.000 Euro geklärt.

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