Mo, 18. Dezember 2017

Mit 51 in Rente

26.05.2010 09:17

ÖBB-Bedienstete sind Pensionskaiser im Land

Wer lange hackeln will, sollte sein eigener Chef werden. In Oberösterreich gehen Unternehmer im Durchschnitt am spätesten in Rente – mit 61 Jahren. Da hat der ÖBBler im Regelfall schon zehn Jahre lang dem süßen Nichtstun gefrönt. Die Bundesbahner bleiben trotz Gegenankündigung weiterhin Pensionskaiser im Land ob der Enns.

Die Verkehrsministerin hatte sich ins Lastenheft geschrieben, das durchschnittliche ÖBB-Pensionsantrittsalter jedes Jahr um ein Jahr zu erhöhen. Jetzt ist es aber um ein Jahr gefallen. Dass da bei den Hacklern Neid aufkommt, ist logisch. Obwohl ein Arbeiter im Schnitt mit 57 Jahren knapp ein Jahr vor den Angestellten in Rente gehen darf. Ziemlich zeitgleich mit unseren Bauern – mit gut 58 Jahren.

Da haben Unternehmer noch zwei Jahre "Karriere" vor sich. Sie stellen laut Statistik des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger erst mit etwas mehr als 60 Jahren ihre aktive Tätigkeit ein.

Beamte dienen lang
Bis vor Kurzem waren die Unternehmer sogar noch vor den Beamten des Landes Oberösterreich daheim. Die oft von der Arbeiterschaft wegen angeblich mangelnder Produktivität gescholteten Landesdiener gingen erst mit 60 Jahren in Pension. Dieser Schnitt ist jetzt auf knapp unter 60 Jahre gefallen.

Durch ein neues Pensionsrecht kann das Land jährlich 16,3 Millionen Euro sparen. Oberösterreichs Beamte, die bis 65 arbeiten sollen, schielen neidig nach Kärnten, denn hier ist im Landesdienst weiter ein regulärer Pensionsantritt mit 61 Jahren möglich.

Bei den Lehrern macht es übrigens einen Unterschied, ob sie bei Bund oder Land angestellt sind. Während Bundeslehrer bis knapp zum 60er unterrichten, gehen ihre Kollegen im Landesdienst gut zwei Jahre früher in Pension. Etwa jeder zweite wegen Dienstunfähigkeit.

von Markus Schütz ("OÖ Krone") und ooe.krone.at

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