Sa, 18. November 2017

„Triennale 1.0“

06.05.2010 12:49

Linz wird nach Kultur- zur Kunsthauptstadt

Die "Triennale Linz 1.0" macht die ehemalige Kulturhauptstadt Europas gewissermaßen zur Kunsthauptstadt. Das OK Offenes Kulturhaus, das Kunstmuseum Lentos und die Landesgalerie wollen mit über 100 Künstlern einen umfassenden Einblick in die österreichische Szene liefern. Das Konzept der Triennale wurde am Donnerstag vorgestellt.

"Das hat wirklich gefehlt", betonte Lentos-Direktorin Stella Rollig. Die drei Häuser wollen Einblick ins aktuelle Schaffen von Künstlern geben, die entweder in Österreich geboren oder hier tätig sind. OK-Direktor Martin Sturm machte darauf aufmerksam, dass 52 der Beteiligten Frauen sind und die Hälfte unter 35 Jahre alt ist. Ein Drittel habe einen Bezug zu Oberösterreich.

Ein rund 16 Meter hoher "Triumphbogen der Kunst" wird als weithin sichtbares Zeichen für die Schau auf dem Hauptplatz stehen. Ursula Hübners Skulptur aus drei Containern sei "etwas für Linz sehr Typisches" und stelle einen Bezug zur Stahl- und Kulturstadt her, erklärte Rollig. Sie soll Denkanstöße liefern und wird gleichzeitig wie selbstverständlich ins Stadtbild integriert: Unter dem Bogen fährt die Straßenbahn durch.

Ausstellung läuft von Juni bis September
Der öffentliche Raum spielt auch bei der Nutzung des Linz09-"Höhenrausch"-Holzparcours oder der "La-Paloma-Bar" von Hans Kropshofer eine Rolle. So soll ein ausgedientes Segelschiff im Park der Landesgalerie zum Treffpunkt werden. Zum Austausch laden zudem eine Lounge und Kino auf dem OK-Dach ein.

Mit einem drei-tägigen Eröffnungsreigen wird die Triennale eröffnet. Der offizielle Startschuss fällt am 3. Juni mit verschiedenen Programmen und Performances. Tags darauf geht es dezidiert um die Inhalte, an Runden Tischen finden sich Künstler, Kuratoren, Theoretiker und Galeristen ein. Der 5. Juni  bildet schließlich den performativen Abschluss des Eröffnung. Die Ausstellungen läuft dann bis 26. September.

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