Di, 21. November 2017

Schock in Rohrbach

23.03.2010 15:28

25-Jähriger gesteht zwei Sex-Morde an Frauen

Ein 25-jähriger Handwerker soll in Rohrbach im Mühlviertel zwei Frauen ermordet haben. Laut Polizei gab er zu, vergangene Woche eine 47-jährige Frühpensionistin erstochen zu haben. Außerdem habe er im Vorjahr eine 60-jährige Frau in einem Wald erdrosselt. Beide Taten seien sexuell motiviert gewesen.

Die 47-Jährige lag eine knappe Woche tot in ihrer Wohnung, bevor ein Angehöriger die Leiche am Montag fand. Der Onkel der Frühpensionistin hatte sich Sorgen gemacht, weil seine Nichte seit drei Tagen nicht mehr erreichbar war. Er hatte einen Schlüssel zu ihrer Wohnung, sperrte auf und fand seine Nichte tot im Wohnzimmer. Sie lag nackt am Boden neben der Sitzecke, am Oberkörper wies sie zahlreiche Stichwunden auf.

Reaktionen aus Rohrbach siehe Infobox.

Das Mordopfer war in Rohrbach bekannt. Die Frau hatte beim AMS und einer Versicherung gearbeitet, war aber aufgrund ihrer Alkoholsucht in Frühpension. Die Polizei ermittelte im Milieu, vor allem hinsichtlich Männerbekanntschaften.

"Sie ist oft in dem Durchgang beim Rathaus gesessen, war stark abgemagert und lief in Schlapfen und Trainingsanzug herum", berichten Einheimische.

Im Streit erstochen
Kurz nach der Tat konnte die Polizei einen Bekannten des Opfers ausforschen. Der bislang unbescholtene Tischler kannte die Ermordete bereits seit Längerem. Der 25-Jährige gab zu, er hätte am Abend des 16. März 2010 in der Wohnung des Opfers den Fußboden ausbessern sollen. Gegen 21 Uhr sei es zu einem Streit gekommen und er habe die Frau tätlich angegriffen und mit mehreren Messerstichen getötet.

Ähnliche Bluttat vor zehn Monaten
Bei der Einvernahme gestand der Mann nicht nur diese Bluttat, sondern auch den Mord an einer 60-Jährigen im Juni 2009. Ihre Leiche war ebenfalls eine Woche unentdeckt geblieben. Ein Spaziergänger fand sie in einem Waldstück nahe der Maria Trost Kirche. Sie hatte ebenfalls Stich- und Schnittverletzungen.

Aufgrund der schlechten Witterung und der langen Liegezeit war die Leiche in so schlechtem Zustand, dass sich damals keine brauchbaren Hinweise auf einen Tatverdächtigen ergaben. Der Tatverdächtige gestand nun, das Opfer bereits im Mai im Wald erdrosselt zu haben. Er hatte ihr damals angeboten sie nach Hause zu begleiten.

Sexuelle Störung
Beide Taten seien laut Polizei sexuell motiviert gewesen. Der Mann habe seine Opfer zunächst gewürgt und sei im zweiten Fall mit einem Messer auf die Frau losgegangen. Danach habe er sich an den Leichen ergötzt. Der 25-Jährige habe offensichtlich ein gestörtes Verhältnis zu Frauen. Die Polizei schließt nicht aus, dass es noch weitere Opfer im Umfeld es Mannes geben könnte.

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