Do, 23. November 2017

In fremdem Revier

13.03.2010 16:43

Einbrecher von mutigem Bewohner in die Flucht gejagt

Daheim in Niederösterreich, wo ihn die Polizei gut kennt, wollte ein amtsbekannter Einbrecher nicht auffallen - also ist er in der Nacht auf Samstag in den Bezirk Bruck (Steiermark) gefahren, um ein Gemeindeamt zu knacken. Als Tatort wählte er jenes in St. Ilgen aus, doch das ist im ersten Stock bewohnt. Christian Karacsony (Bild) stellte und vertrieb den Täter - er wurde kurz darauf geschnappt.

Christian Karacsony war gegen 3 Uhr durch Lärm wach geworden. Sofort war dem Obersteirer klar: "Da ist einer unten im Haus!" Der 26-Jährige rief die Polizei an, selber nachsehen wollte er erst nicht: "Ich hab ja nicht gewusst, ob der Täter allein ist - und ob er eine Waffe hat."

"Richtig Angst hat nur er gehabt"
Im Parterre hatte der Eindringling im Sitzungssaal nichts Bares gefunden. Dem Mieter war bald klar, dass der Typ jene Tür entdecken würde, hinter der eine Stiege zur Wohnung führt. Christian Karacsony dachte an Freundin Manuela (30) und ihre Tochter (11), als er beschloss, sich dem Kriminellen in den Weg zu stellen: "Auf der Stiege hab ich ihn gesehen. Er war mit einer Sturmhaube maskiert und hielt ein Brecheisen in der Rechten. Ich hatte keine Angst, hab nur geschrien, dass er verschwinden soll. So richtig Angst, glaub ich, hat nur er gehabt..."

40-jähriger Elektriker festgenommen
Stimmt offenbar: Der Einbrecher rannte davon, sprang aus dem Fenster (siehe Foto) - und wurde von den Uniformierten der Streife Thörl in Empfang genommen. Beim mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen 40-jährigen Elektriker aus Wiener Neustadt. Im Internet war er auf Gemeindeämter im Bezirk Bruck gestoßen. St. Katharein an der Laming und Etmißl schienen ihm als Tatorte zu riskant, woraufhin er St. Ilgen auswählte - das einzig bewohnte Amtshaus.

von Manfred Niederl ("Steirerkrone") und krone.at

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