So, 19. November 2017

„Filmfestspiele“

21.11.2009 14:11

Die „Krone“ war als Zaungast beim Dreh mit Cruise und Diaz

Falsche Polizisten, ein dröhnendes Auto, Hunderte Schaulustige, geduldige Fiaker und eine nasse Straße: Die "Krone" hat sich als Zaungast beim Filmdreh in der Altstadt umgesehen.

Zuerst neue Fakten: "Wir kämpfen immer noch um die Star-Interviews", sagt Christian Hemetsberger von der Standort-Agentur. "In Sevilla und Boston hat es jedenfalls keine gegeben." Dafür kündigte Regisseur James Mangold am Freitag an: "Wir verlängern den Salzburg-Aufenthalt bis Donnerstag. Ein Nachtdreh kommt dazu."

Wiederholungen und Wartezeiten
Am Freitag war eine Szenen-Wiederholung beim "Haus für Mozart" und am Dach des Toscanini-Hofs angesagt, wo sich ein Stuntman in die Tiefe warf. Gedreht wurde bis drei Uhr früh. "Am Donnerstag standen wir mit unseren Kutschen von halb sechs in der Früh bis 23 Uhr in der Nacht auf Abruf bereit", sagt Fiaker-Obmann Franz Winter. Die Pferde-Gespanne dienen als Szenen-Hintergrund.

Ähnlich ergeht es Michael Rahofer, Feuerwehrmann in Gnigl und Fahrer eines Spritzen-Lkw des Straßen- und Brückenamtes: "Der Regisseur will eine 'befeuchtete Straße' haben. Wir müssen immer nachwässern."

Nichts scheint zu teuer
Kosten werden hier keine gescheut. Die Tischlerei Eisl baute das "Haus für Mozart" in ein Hotelfoyer um. Kostenpunkt: 40.000 Euro. Die Miete selbst beträgt 20.000 Euro pro Tag. Gigantische Summen kosten auch der Carrera S 4, der Audi R8 und der Porsche Panamera, die als optischer Aufputz dienen. "Einer hat den R8 kalt gestartet und ist durch die Hofstallgasse gebraust", sagt Sabine aus Niederösterreich, die zwei Tage jeweils sechs Stunden ausharrte, um einen Blick auf Cameron zu erhaschen: "Ich hab noch nie so ein lautes Motorengeräusch gehört."

Schmunzeln bei den Statisten
Für Schmunzeln sorgen die rund 20 Statisten, die eine Polizei-Staffel darstellen: "Wir werden immer von Touristen nach dem Weg gefragt, dabei kennen wir uns in Salzburg gar nicht aus." Ortskenntnis freilich müssen die Chauffeure von "Taxi Schmid GmbH" beweisen. René Schmid zog den lukrativen Auftrag an Land und sein Schwager Christof fuhr Cameron Diaz erneut zu einem Stadtbummel aus. Und Vater Peter, der kutschiert Regisseur Mangold. So bleibt doch alles in Salzburger Hand…

von Harald Brodnig (Kronen Zeitung) und krone.at

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