Di, 24. April 2018

Schläuche gezogen

08.04.2018 15:09

Wienerin tötet Freund auf AKH-Intensivstation

Wie eine Sprecherin der Polizei am Sonntag gegenüber krone.at bestätigte, wird eine 52-jährige Frau verdächtigt, im Wiener AKH ihren Lebensgefährten ermordet zu haben. Demnach soll sie die Schläuche aus dem künstlichen Beatmungsgerät des schwerkranken 70-Jährigen, der auf der Intensivstation lag, gezogen haben. Sie sei betrunken gewesen, heißt es. Die Frau befindet sich auf freiem Fuß, Ermittlungen wegen Mordverdachts laufen.

Laut Landespolizeidirektion war der Mann am 1. April auf die Intensivstation des Spitals gebracht worden sein, nachdem er sich von einer Nierentransplantation nicht mehr erholt hatte. Dort verschlechterte sich nach einem Atemstillstand der Zustand des Patienten dramatisch. Er musste künstlich beatmet werden und hätte nach Einschätzung der Mediziner nur noch wenige Stunden zu leben gehabt.

Bei Abschiedsbesuch Beatmungsschläuche gezogen
Das Paar, das mehrere Jahre liiert war, dürfte in der Vergangenheit vereinbart haben, dass eine künstliche Lebensverlängerung keine Option ist. Deshalb wurde die Parterin verständigt, um ihr einen Abschied zu ermöglichen. Bei diesem Abschiedsbesuch am vergangenen Donnerstag soll die 52-Jährige, als keine weiteren Personen mehr anwesend waren, die Beatmungsschläuche gezogen haben, weil sie ihm offenbar den Todeskampf ersparen wollte. Danach verließ sie das Spital.

Noch am Donnerstag festgenommen - Samstag enthaftet
Die verdächtige Frühpensionistin wurde noch am selben Abend festgenommen, laut Polizei nach ihrer Einvernahme am Samstag aber wieder enthaftet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordverdachts.

 krone.at
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