So, 19. November 2017

Moschee-Streit

09.09.2009 09:04

Hickhack in Enns wegen Umwidmungs-Antrag

Eine Moschee bringt die Ennser um ihre heilige Ruhe – denn SPÖ-Bürgermeister Stefan Karlinger hat die Entscheidung über einen Umwidmungsantrag verschoben. Weshalb ihm die ÖVP „Entscheidungsschwäche“ vorwirft.

Der türkisch-islamische Verein für kulturelle Zusammenarbeit hatte in Enns einen Umwidmungsantrag gestellt, um im Stadtteil Kristein ein Gebetshaus – sprich, eine Moschee – zu errichten. Worüber im Gemeinderat auch heftig diskutiert wurde.

Doch nach den langen Debatten hat der Bürgermeister die Entscheidung verschoben. „Er wollte eine Entscheidung vor der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl verhindern“, glaubt ÖVP-Vizebürgermeister Harald Weingartner und befürchtet, dass sich der Bürgermeister nach der Wahl für die Errichtung einer Moschee ausspricht.

„Enns braucht so etwas nicht“
„Wir kamen auf keinen grünen Zweig zwischen Fürsprechern und Gegner, brauchen noch mehr Hintergrundinformationen“, dementiert Karlinger die Vorwürfe der ÖVP. Aber auch er sagt ganz deutlich: „Enns braucht so etwas nicht.“

Und damit ist er (eigentlich) auch auf Linie der ÖVP – wobei sein Vize Weingartner noch ergänzt: „Der vorgesehene Platz ist ungeeignet, dort gibt’s auch viel zu wenige Parkplätze. Außerdem sind auch die Anrainer gegen das Projekt.“

„OÖ-Krone“
Symbolbild

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden