Sa, 25. November 2017

Rummel am Lido

09.09.2009 11:44

Schwuler Reporter will Clooney verführen

Bei den 66. Filmfestspielen von Venedig hat es am Dienstag nur ein Gesprächsthema gegeben: George Clooney. Der Hollywood-Star war mit seiner schönen neuen Freundin Elisabetta Canalis in die Lagunenstadt gekommen und zeigte seine Liebe erstmals öffentlich. Bei der abendlichen Premiere seines neuen Films ließ er kaum sein linkes Händchen von ihr - das rechte hat sich der Star mit einer Autotüre gebrochen. "Ich werde dumm im hohen Alter", sagt er dazu. Für Aufregung sorgte aber schon am Nachmittag ein schwuler Reporter. Der zog sich vor Clooney aus und bat mit einer Botschaft auf seiner Unterhose, dass Clooney doch ihn wähle.

Der 48-jährige Clooney ist Stammgast in Venedig. Vor einem Jahr brachte er mit dem Film "Burn After Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger?" der Coen-Brüder dem Festival eine Menge Glamour. Diesmal spielt er eine irrwitzige komödiantische Rolle in "The Men Who Stare at Goats" des Regisseurs Grant Heslov. Mit von der Partie sind Ewan McGregor und Kevin Spacey.

"Love Story des Sommers"
Aber das war nicht das, was die Paparazzi am Lido eigentlich interessierte. Sie wollten ablichten, wie der schöne George Hand in Hand mit seinem italienischen Showgirl Elisabetta Canalis aus dem Hubschrauber steigt, um sich am Dienstagabend dann zur Premiere des Films auf dem roten Teppich vor den Kameras zu präsentieren. Immerhin nennt Italiens Klatschpresse das jüngste Techtelmechtel des George Clooney die "Love Story des Sommers" und beförderte die Sardin zu seiner Verlobten.

Erotisches Pressegespräch
Während im Film Sex keine Rolle spielte, war die Luft während des Pressetreffens erotisch aufgeladen. Nicht nur der Mann im Bild oben, der sich das Hemd vom Leib gerissen hatte, auch eine Spanierin erklärte Clooney ihre Liebe. Clooney überspielte die peinliche Situation und wich auch mehreren Fragen um Gerüchte, er sei homosexuell, lächelnd aus. Dass seine Hand einbandagiert ist, weil er sie beim Zumachen einer Autotüre gebrochen hat, kommentierte er lässig: "Ich werde dumm im hohen Alter."

Komödiantische Spitzenleistung
In Heslovs Film, der außer Konkurrenz am Lido gezeigt wird, spielt dagegen weit und breit keine Frau eine Rolle. George Clooney muss es genossen haben, mal wieder eine komödiantische Spitzenleistung aus dem Ärmel geschüttelt zu haben, ohne den smart-eleganten Womanizer geben zu müssen. In der unglaublichen Geschichte dreht sich alles um eine geheime US-Militäreinheit, die mit Anleihen bei Schamanen, Gurus und Esoterik ganz "übernatürliche Waffen" entwickeln will: Man kann die Gedanken des Feindes lesen, durch Mauern gehen und allein durch längeres starres Fixieren eine Ziege töten - daher der Titel.

Ziegenbefreiungs-Aktion in der Wüste
Zumindest das schafft Clooney, wenn ihm als Lyn Cassady auch sonst nicht mehr alles gelingt, als er mit Reporter Bob (Ewan McGregor) in Iraks Wüste noch einmal auf eine ganz verrückte Sondermission geht. Was aus Hippie- und New-Age-Kultur entstand und mit "Flower Power" den Feind unschädlich machen wollte, endet in einem Machtkampf und einem wilden Abenteuer. Regisseur Heslov, bisher überwiegend fürs TV tätig, setzt Clooney mit einem witzigen Drehbuch Schlag für Schlag in Aktion - bis hin zum Schlussakkord, samt LSD en gros für das gesamte Militärcamp und einer "Ziegen-Befreiungsaktion" mitten in der Wüste.

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