Fr, 19. Jänner 2018

Nach Messerkampf

24.05.2009 11:59

Beide Kontrahenten in Tiefschlaf versetzt

Nach dem blutigen Messerkampf am Wiener Gürtel, der sich in der Nacht auf Samstag im Bereich der U6-Station Nussdorfer Straße abgespielt hatte, sind beide Kontrahenten in künstlichen Tiefschlaf versetzt worden, wie Michael Takacs, Sprecher der Wiener Polizei, am Sonntag bekannt gab. Über beide, einen 24-jährigen Nigerianer und einen gleichaltrigen Türken, wurde Untersuchungshaft verhängt. Sie konnten bisher nicht zum Tathergang befragt werden.

Die Kontrahenten hatten in Rage mehrmals mit ihren Waffen - einem Fixier- bzw. einem Springmesser (Bilder rechts) - auf einander eingestochen, doch aufgeben wollte offenbar niemand und so setzte sich der Kampf von der U-Bahn-Station bis vor ein Lokal am Währinger Gürtel fort (Bild links). Dort schließlich brachten die Männer einander so schwere Verletzungen bei, dass sie blutüberströmt ihre Attacken abbrechen mussten.

40 Zentimeter lange Schnittwunde am Bauch
"Dem Afrikaner wurde bei der Auseinandersetzung auf 40 Zentimeter Länge der Bauch aufgeschlitzt und der Darm trat ihm aus", sagte ein Sprecher der Polizei. Außerdem erlitt er mehrere Herzstiche und musste mehrere Stunden lang notoperiert werden.

Auch Kontrahent schwebt noch in Lebensgefahr
Sein Kontrahent trug ebenfalls Herzstiche davon, entgegen früheren Angaben war auch bei ihm die Lebensgefahr am Sonntag noch nicht gebannt. Die Hintergründe sind nach wie vor völlig unklar. Zeugen zu dem Vorfall gab es zwar, diese dürften aber nur das Resultat der Auseinandersetzung mitbekommen haben.

Verwirrter verletzte sich selbst mit Messer
Anders als ursprünglich vermutet stellte sich eine Stichverletzung dar, die Samstag früh ein etwa 50-jähriger Mann in der Wiener Innenstadt davongetragen hatte. Der Rettung zufolge wurde der Verletzte in der Friedrichstraße mit Stichenverletzungen gefunden und in ein Krankenhaus eingeliefert. Das rührte aber nicht von einer Auseinandersetzung her, vielmehr soll er sich selbst die Wunden beigebracht haben. Sein Zustand wurde als verwirrt beschrieben.

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