Do, 26. April 2018

Millionen-Schaden

01.05.2009 10:31

Neubau zerstört Biedermeierhaus

Von einer friedlichen Nachbarschaft ist in der Mariahilfer Marchettigasse schon lange keine Rede. Denn nachdem das Haus 2-6 durch den angrenzenden Neubau vor Jahren schwere Schäden erlitten hatte (siehe Bild), kam die Sache vor den Richter. Mittlerweile wird um mehr als eine Million Euro gestritten, denn das Fundament des Biedermeierhauses wurde stark beschädigt.
"Die Wohnungen an der Feuermauer sind schwer beschädigt, alle Estriche sind eingebrochen, eine Wohnung musste komplett geräumt werden", klagt Ingrid Kunz. Die Bewohnerin des Biedermeierhauses in der Marchettigasse 2-6 ist verzweifelt. Seit dem Neubau des Nachbarhauses blieb in ihren eigenen vier Wänden kein Stein auf dem anderen. Kunz: "Unser Haus hat keinen Keller. Die Statik erlaubt keine Erschütterungen. Doch den Bauträgern wie PORR oder Constantia war das gleichgültig. Ohne Bauaufsicht und Schwingungsmessungen schlugen sie Rammträger in unser Fundament ein."

Bauaurbeiten wurden nicht geszoppt
Außerdem ärgert die insgesamt 14 Eigentümer, dass sie von der MA37 den Auftrag erhielten, das Fundament ihres Hauses auf eigene Kosten zu sichern sowie die Schäden zu sanieren, ohne dass die Bauarbeiten gestoppt wurden. Und das bei einem Biedermeierensemble, das 1992 nach Renovierung den Stadterneuerungspreis erhalten hat.

Jetzt ist die Justiz am Wort
Wenig verwunderlich also, dass der Fall seit Jahren bei Gericht liegt. Nun wurde eine neue Klage eingebracht. "Die zuständigen Stellen müssen sofort helfen", fordert VP-Stadtrat Norbert Walter.

von Eva Schweighofer, Kronen Zeitung

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