Sa, 26. Mai 2018

Reulose Schuldner

26.02.2009 12:23

Bestellt, aber nie bezahlt - Arbeitslose vor Gericht

Einen Berg offener Rechnungen hat eine Betrügerbande aus dem südlichen Burgenland mittlerweile angehäuft. Bei dutzenden Firmen, vom Elektrogeschäft bis zur Getränkehandlung, bestellten sechs Arbeitslose unter falschen Namen Waren im Wert von 47.000 Euro. Doch statt zu bezahlen, verkauften sie die ergaunerten Produkte auf Flohmärkten oder über das Internet weiter.

Der Polizei waren die Kriminellen im Alter zwischen 21 und 27 Jahren bereits im Mai 2008 ins Netz gegangen. Einer der Beschuldigten landete daraufhin hinter Gittern, seine fünf Komplizen fassten eine Anzeige aus.

Doch das schreckte die Gauner nicht ab. Obwohl das Verfahren noch immer lief, machten drei Täter nur ein paar Monate später mit der plumpen Masche weiter. "Es wurde fleißig bestellt, die Rechnungen aber nie beglichen", hieß es am Landesgericht. Zahlreiche Firmen sollen die Männer so um ihr Geld gebracht haben. Der Schaden belief sich abermals auf fast 2000 Euro.

"Wir hätten die Waren schon irgendwann bezahlt"
Vor Kurzem klickten für die kriminellen Südburgenländer die Handschellen. Mit hängenden Köpfen stand die gesamte Betrügerbande jetzt vor Richter Karl Mitterhöfer. "Wir hätten die Waren schon irgendwann bezahlt", meinten die Arbeitslosen. Glauben will ihnen das so recht niemand. Das Urteil reicht von einer zehnmonatigen bedingten Haftstrafe bis zu 28 Monaten unbedingt - nicht rechtskräftig. Der Staatsanwalt bat um Bedenkzeit.

Von Tina Blaukovics

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