Mi, 13. Dezember 2017

Brand in Urfahr

22.05.2008 19:52

Linzer Feuerwehr rettete 17 Menschen vor Tod

Spektakulärer Brand eines vierstöckigen Wohnhauses um 3 Uhr früh in Linz: Die Bewohner waren barfuß und im Schlafgewand vor den Flammen und giftigem Qualm auf die Balkone geflüchtet und wurden von Feuerwehrleuten über Leitern gerettet. Dramatisch: Weinende Kinder klammerten sich an ihre Eltern, wollten sich nicht von ihnen trennen. Elf Erwachsene und sechs Kinder mussten mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus.

Fronleichnamstag kurz nach drei Uhr früh an der Prandtauerstraße 31 in Linz-Urfahr: In einem Wohnzimmer in der ersten Etage brach Feuer aus, zehn Notrufe alarmierten die Berufsfeuerwehr. Da war der Qualm schon durch das ganze Mehrparteienhaus gedrungen, stieg die Rauchsäule bereits bis übers Dach. Verzweifelt hatte der für die zwölf Wohnungen zuständige Hausmeister noch versucht, die Flammen mit zwei Pulverlöschern einzudämmen - vergeblich.

Aus dem Schlaf gerissen, kauerten die verschreckten Bewohner auf den Balkonen. Die Familie aus der brennenden Wohnung wurde zuerst in Sicherheit gebracht, da deren Balkontür durch die Hitze geborsten war und sie daher auch im Freien von dickem Rauch eingehüllt waren. Dann wurden die anderen verängstigten und geschockten Mieter geholt. „Die Bergung der Leute über drei Leitern war sehr schwierig, weil die Kinder verständlicherweise verstört waren und nicht von den Eltern weg wollten“, berichtet die Feuerwehr. Auch die Erwachsenen mussten barfuß die Leitern hinab klettern.

Die Brandursache muss von Experten geklärt werden, der Sachschaden wird auf 80.000 Euro geschätzt.

 

Foto: BFW Linz

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