In der Region Villach - Faaker See - Ossiacher See liegen Gegensätze nah beieinander. Am Vormittag ein Sprung in den See, zu Mittag ein Spaziergang durch die Villacher Altstadt, am Nachmittag hinauf auf die Gerlitzen Alpe oder den Naturpark Dobratsch. Dazwischen warten Radwege, Familienausflüge, Kulturtermine, Thermenwasser und viele Plätze, an denen man einfach sitzen bleiben möchte. Die Region umfasst mit dem Faaker See, dem Ossiacher See, der Stadt Villach sowie Warmbad und dem Naturpark Dobratsch mehrere Erlebnisräume. Jeder hat seinen eigenen Charakter. Gemeinsam ergeben sie ein Urlaubsgebiet, das nicht auf ein Thema festgelegt ist und umfangreicher fast nicht sein könnte.
Kärntens Südsee: Der Faaker See
Der Faaker See zählt zu den wärmsten Badeseen Österreichs. Im Sommer erreicht er bis zu 28 Grad. Sein türkisgrünes Wasser, die Lage am Fuß der Karawanken und der Blick auf den Mittagskogel machen ihn zu einem der markantesten Seen Kärntens.
Besonders reizvoll ist die Mischung aus Natur und Aktivität. Mit Kajak, Kanu oder SUP lässt sich der Schilfgürtel erkunden, der oft als "Everglades vom Faaker See" bezeichnet wird. Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, findet mit dem Faaker See Slow Trail eine ruhige Möglichkeit, die Landschaft rund um den See zu erleben. Schöne Ausblicke bietet die Taborhöhe, von der man weit über den See und die Karawanken sieht.
Auch Familien finden rund um den Faaker See viele Angebote. In Egg, Drobollach und Faak am See liegen Strandbäder mit flachen Ufern, Spielmöglichkeiten und Wasserrutschen. Die Familienwege „Woroun auf der Spur“ und "Fuchsfährte" verbinden kurze Spaziergänge mit Erlebnisstationen, Wasserplätzen und Geschichten für Kinder.
In Drobollach wurde der Panorama. Beach Faaker See neu gestaltet. Dort warten Spielplatz, Wasserrutsche und ein Panoramadeck mit Blick auf den See. Direkt daneben liegt ein überdachter lake.bike Pumptrack. Seit Mai 2024 ergänzt einer der größten Pumptracks Österreichs das Angebot. Auf rund 3.000 Quadratmetern sorgen Steilkurven und Sprünge für Action mit Fahrrad, Roller oder Skateboard.



Sportlich geht es auch abseits des Ufers weiter. Der Natur Aktiv Park an der Ostseite des Sees bietet Fitness-Stationen und schattige Wege. Kletterer zieht es auf den Kanzianiberg, Mountainbiker ins Trailcenter Faaker See. Für Genussradler bieten sich Runden um den See oder Touren Richtung Drauradweg an. Wer es ruhiger angeht, findet am Golfclub Schloss Finkenstein eine gepflegte Anlage mit Blick auf die Kärntner Bergwelt.
Ein besonderer Ort ist die Insel im Faaker See. Dort befinden sich Waldflächen, Tennisplätze, ein historisches Badehaus, Liegewiesen und das einzige Inselhotel Österreichs. Die Anreise erfolgt mit dem Boot. Damit wird schon der Weg dorthin Teil des Erlebnisses.
Ossiacher See und Gerlitzen Alpe: See und Berg in einem Tag
Nordöstlich von Villach liegt der Ossiacher See. Auch er erreicht im Sommer angenehme Badetemperaturen, bis zu 27 Grad sind möglich. Am Südufer prägt das Stift Ossiach das Bild. Das ehemalige Benediktinerkloster ist heute ein kultureller Ort und eine wichtige Spielstätte des Carinthischen Sommers.
Rund um den See gibt es viele Möglichkeiten, aktiv zu werden. Der Ossiacher See Trail, der Slow Trail durch das Bleistätter Moor oder die Finsterbach-Wasserfälle in Sattendorf zeigen die ruhigere Seite der Region. Wer mehr Abenteuer sucht, findet am Kletterfelsen Peterlewand, im Kletterwald Ossiacher See oder auf den lake.bike-Strecken am Ossiacher Tauern passende Ziele.
Mit der Schifffahrt lässt sich der See bequem vom Wasser aus entdecken. Die MS Ossiach und die MS Gerlitze verbinden verschiedene Uferorte und bieten einen guten Blick auf Stift, Berge und Seelandschaft.
Ein großer Vorteil des Ossiacher Sees ist die direkte Verbindung zur Gerlitzen Alpe. Fast vom Seeufer aus führen Panorama-Kanzelbahn und Gerlitzen-Gipfelbahn auf 1.911 Meter Seehöhe. Oben öffnet sich ein weiter Blick über die Kärntner Seenlandschaft, zu den Dreitausendern im Westen, zu den Julischen Alpen im Süden und bis Richtung Wörthersee.
Die Gerlitzen Alpe bietet 146 Kilometer markierte Wanderwege. Viele Routen sind familienfreundlich, manche auch mit Kinderwagen befahrbar. Die Erlebnisarena Kanzelhöhe bringt zusätzliche Abwechslung mit Sommer-Tubing, Holzkugelbahn, Mini-Elektro-Pistenflitzern und Waldhochseilgarten. Für junge Biker gibt es an der Mittelstation einen Kids-Bike-Park mit 950 Metern Trails. Anspruchsvoll wird es am PROlitzen Trail.
Ab Frühjahr 2025 ersetzt der "Weg der Planeten“ den bisherigen Kanzelhöhe-Rundweg Auf rund 2,5 nahezu barrierefreien Kilometern verbindet er Naturerlebnis mit astronomischem Wissen. Damit wird die Gerlitzen Alpe auch für Familien, Kinderwagen und Rollstuhlfahrer noch besser erlebbar.



Villach: Stadt mit Alpe-Adria-Gefühl
Villach ist die zweitgrößte Stadt Kärntens und zählt rund 65.600 Einwohner. Die Nähe zu Italien und Slowenien ist im Stadtbild und in der Stimmung spürbar. Rund um den Hauptplatz, in den Seitengassen und entlang der Drau treffen Kaffeehäuser, Bars, Restaurants, kleine Geschäfte und Märkte aufeinander.
Die Drau zieht sich wie ein grünes Band durch die Stadt. An ihren Ufern lässt es sich spazieren, sitzen oder radeln. Der Drauradweg ist insgesamt rund 510 Kilometer lang und führt vom Toblacher Feld in Italien bis nach Varaždin an der kroatisch-slowenischen Grenze. Die Abschnitte durch Villach und die Seenregion gehören zu den besonders abwechslungsreichen Etappen.
Auch der Alpe-Adria-Radweg ist eng mit Villach verbunden. Er führt von Salzburg bis nach Grado an die Adria. Wer die Drau intensiver erleben möchte, kann auf den Draupaddelweg wechseln und die Region vom Wasser aus erkunden.
Kulturell hat Villach mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick vermutet. Stadtführungen erzählen von Paracelsus, vom Villacher Fasching oder von der Stadtgeschichte. Theater, Galerien, Museen und Veranstaltungen sorgen das ganze Jahr über für Programm. Der Carinthische Sommer, 1969 in Ossiach gegründet, hat Villach seit 1972 als wichtige zweite Heimat. Auch die Drau wird zur Bühne. Von Mitte oder Ende Juni bis Anfang September verwandelt "Draupuls“ die Draupromenade mittwoch- und freitagabends in eine Wasser-, Licht- und Musikshow.
Eine große Veranstaltung prägt Villach im Sommer besonders: Der Villacher Kirchtag bringt die Innenstadt in den Ausnahmezustand. Rund 450.000 Besucher, 3.500 Teilnehmer beim Trachtenfestzug und etwa 10.000 Liter Kirchtagssuppe zeigen die Dimension des größten Brauchtumsfestes Österreichs, das 2026 sein 81. Jubiläum feiert.



Warmbad und Naturpark Dobratsch: Wasser, Wärme und Weitblick
Im Westen Villachs beginnt ein anderer Erlebnisraum. Warmbad-Villach steht für Thermalwasser, Erholung und Gesundheit.
In der KärntenTherme treffen Rutschen, Crazy River, Sportbecken, Fitness, Spa und Ruhebereiche aufeinander. Das Thermen-Resort Warmbad ist zudem für sein Urquellbecken bekannt. Dort treten täglich rund 10 Millionen Liter Thermalwasser direkt aus dem Kiesboden aus und erneuern sich alle drei bis vier Stunden. Weiter westlich liegt Bad Bleiberg. Das ehemalige Bergbaudorf ist heute ein Kur- und Gesundheitsort. Thermalwasser, Heilklimastollen und Angebote rund um Prävention und Regeneration prägen den Ort. Mit Terra Mystica und Terra Montana gibt es dort auch ein Ausflugsziel für Familien. Die Tour unter Tag beginnt mit einer 68 Meter langen Bergmannsrutsche.
Über allem steht der Dobratsch. Der Villacher Hausberg erreicht 2.166 Meter Seehöhe und ist seit Jahrzehnten als Naturpark geschützt. Die Villacher Alpenstraße führt 16,5 Kilometer von Villach-Möltschach bis zur Rosstratte auf 1.732 Meter. Entlang der Strecke liegen Aussichtspunkte, Rastplätze, Spielbereiche, Hütten und Berggasthöfe.
Am Gipfel warten ein weites Panorama, das moderne Gipfelhaus, die beiden höchstgelegenen Kirchen Europas und die Windische Kirche mit ihrer Glücksglocke.



Weitere Höhepunkte sind der Geologiepfad, der Alpengarten mit über 1.000 alpinen Pflanzen, die Aussichtsplattform Skywalk und Naturerlebnisse mit den Dobratsch-Rangern. Wer länger unterwegs sein möchte, kann den Dobratsch Rundweg wählen. Er führt auf 69 Kilometern in vier Etappen um den Berg. Die Route verbindet Warmbad, Bad Bleiberg, Nötsch, die Schütt und die Südwand des Dobratsch. Auch Nötsch lohnt einen Halt. Das Museum des Nötscher Kreises erinnert an die Maler Sebastian Isepp, Anton Mahringer, Franz Wiegele und Anton Kolig. Gleichzeitig ist Nötsch als Slow Food Village bekannt. Gailtaler Speck, Ziegenkäse, Waldhonig und regionale Produkte zeigen, wie eng Kultur und Kulinarik hier verbunden sind.
Region voller Besonderheiten
Dazu kommen besondere Geschichten, die man nicht überall findet: das einzige Inselhotel Österreichs am Faaker See, rund 180 Japan-Makaken am Affenberg, der Zitrusgarten am Faaker See mit über 280 Zitrusarten, das Maibachl als 29 Grad warme Naturquelle oder die European Bike Week, die seit 1998 jährlich tausende Motorradfahrer an den Faaker See bringt und als größtes Harley-Treffen in Europa gilt.
Web
www.visitvillach.at