Wer einmal im Sommer am Wörthersee war, weiß: Hier geht es nicht nur ums Ankommen - hier geht es ums Aufladen. Und zwar so richtig. Zwischen türkisblauem Wasser und sanften Berglandschaften entsteht ein Lebensgefühl, das man schwer erklären, aber umso besser erleben kann. Denn der Wörthersee kann beides: aktiv sein und entspannen. Und genau das macht ihn so besonders.
Bewegung zwischen See und Tal
Die Region Wörthersee-Rosental zählt zu den vielseitigsten Bewegungsräumen in Kärnten. Radfahren und Wandern greifen hier ineinander, ergänzt durch kurze Wege zwischen See und Hinterland. Eine der Hauptrouten ist die Wörthersee-Rundfahrt (R 4). Sie führt auf rund 39 Kilometern einmal um den See und weist mit etwa 100 Höhenmetern ein moderates Profil auf. Dadurch eignet sie sich für Familien ebenso wie für genussorientierte Radfahrer. Große Teile der Strecke verlaufen direkt am Wasser oder mit freiem Blick auf den See.
Vom Wörthersee aus führt der Übergang ins Rosental. Hier verläuft der Drauradweg entlang der Drau. Der Abschnitt zwischen Feistritz und Ferlach ist großteils flach, gut ausgebaut und bietet weite Ausblicke auf die Karawanken. Durch die geringe Steigung eignet sich die Strecke auch für längere Etappen oder E-Bike-Touren. Ein Teil der überregionalen Kärnten-Seen-Schleife führt ebenfalls durch die Region. Die rund 420 Kilometer lange Tour verbindet mehrere Seen und verläuft vom Faaker See durch das Rosental bis zum Klopeiner See. Ergänzt wird das Angebot durch Thementouren wie die „Drauschleife“, die den Wörthersee gezielt mit dem Rosental verbindet. Auch Wanderer finden ein breites Angebot. Der Wörthersee-Rundwanderweg erschließt den gesamten See in mehreren Etappen und verbindet Aussichtspunkte, Orte und Uferabschnitte. Ergänzend dazu gibt es sogenannte Slow Trails, die bewusst auf Entschleunigung ausgelegt sind. Beispiele sind der Slow Trail Römerschlucht mit rund 6,9 Kilometern Richtung Forstsee oder der Slow Trail Meerauge im Bodental. Für sportlich Ambitionierte bieten sich die Gipfel der Karawanken an. Ziele wie der Hochstuhl oder der Kosiak liegen gut erreichbar im Hinterland. Auch die Klagenfurter Hütte ist ein beliebter Ausgangspunkt für längere Touren.
Der See als Mittelpunkt
Neben den Wegen bleibt der See selbst das zentrale Element. Rund 31 öffentliche Strandbäder bieten Infrastruktur von Liegewiesen über Gastronomie bis zu Sportmöglichkeiten. Ergänzt werden sie durch freie Seezugänge, die vor allem an heißen Tagen stark genutzt werden. Am Wasser stehen zahlreiche Aktivitäten zur Verfügung. Stand-up-Paddling, Segeln oder Pumpfoilen sind an mehreren Stellen möglich. Auch Bootsverleih ist weit verbreitet. Die Schifffahrt verbindet die Orte rund um den See und ermöglicht eine flexible Fortbewegung ohne Auto. Am Abend verändert sich die Atmosphäre. Die Promenaden werden ruhiger, viele nutzen die Zeit für einen Spaziergang oder einen letzten Aufenthalt am Wasser.
Badeplätze am Wörthersee
Rund 30 öffentliche Strandbäder bieten am Wörthersee vielfältige Möglichkeiten für einen Badetag. Viele Anlagen verfügen über Restaurants, Umkleiden, Liegewiesen und Sportangebote. Zu den größten zählt das Strandbad Klagenfurt mit Sandstrand, langen Holzstegen und umfangreicher Infrastruktur. Das Strandbad Loretto gilt als ruhigere Alternative in der Ostbucht, während das Strandbad Maiernigg am Südufer besonders bei Familien durch flache Einstiege punktet. In Pörtschach am Wörthersee liegt das Promenadenbad direkt an der Halbinsel, das Strandbad Velden befindet sich zentral im Ort. Das Strandbad Reifnitz bietet ein überschaubares, familiäres Umfeld. Mit der Wörthersee Plus Card sind viele Eintritte reduziert oder inkludiert.
Ausflüge, die sich verbinden lassen



Viele Ausflugsziele liegen in kurzer Distanz zueinander. Der Pyramidenkogel bietet als rund 100 Meter hoher Aussichtsturm einen freien Blick über den gesamten Wörthersee. Mehrere Wanderwege führen direkt hinauf. Naturbetonter zeigt sich die Tscheppaschlucht bei Ferlach. Die rund zwei- bis dreistündige Tour führt über gesicherte Steige durch eine enge Schlucht mit Wasserfällen und Felsformationen. Für Familien eignet sich der Tierpark Rosegg. Auf rund 30 Hektar Fläche leben heimische Tierarten, ein Rundweg erschließt das Gelände.
Kulinarik



Kulinarisch zeigt sich die Region Wörthersee-Rosental vielseitig. Entlang des Sees reicht das Angebot von Restaurants mit direktem Seeblick bis zu kleineren Betrieben in den Orten. Im Fokus stehen oft regionale Produkte, darunter Fisch aus dem Wörthersee, kombiniert mit klassischen Kärntner Gerichten. Zudem orientiert sich die Küche zunehmend am Alpen-Adria-Raum. Dadurch entsteht eine Mischung aus traditionellen Rezepten und moderner, leichter Küche. Ergänzt wird das Angebot durch Buschenschanken im Hinterland und im Rosental.
Plus Card und digitaler Begleiter



Des Weiteren erleichtern Services die Planung vor Ort. Ein zentrales Angebot ist die Wörthersee-Plus-Card. Sie bietet Gästen Ermäßigungen und inkludierte Leistungen bei zahlreichen Partnerbetrieben – etwa bei Strandbädern, Ausflugszielen oder Freizeitangeboten. Dadurch können mehrere Aktivitäten unkompliziert kombiniert werden. Unterstützt wird dies durch den digitalen Urlaubsbegleiter. Er bündelt aktuelle Informationen zu Touren, Veranstaltungen, Ausflugszielen und Gastronomie ganz einfach am Smartphone.
Die schönsten Fotospots rund um den See
Der Wörthersee bietet zahlreiche markante Fotopunkte, die Wasser, Landschaft und Architektur verbinden. Der Aussichtspunkt schlechthin ist der Pyramidenkogel mit freiem Rundumblick über den See. Die Halbinsel Maria Wörth zählt mit ihrer Kirche zu den bekanntesten Motiven der Region. In Pörtschach bietet die Promenade rund um die Hohe Gloriette Ausblicke auf Buchten und Villen. In Velden ist das Schloss Velden ein klassisches Fotomotiv direkt am See. Auch die Klagenfurter Ostbucht mit Europapark, Stegen und Uferbereichen ist ein beliebter Standort. Ruhigere Motive finden sich abseits der Zentren, etwa in der Römerschlucht, rund um den Forstsee oder bei einer Schifffahrt mit Blick auf die Kapuzinerinsel.