Mikroelektronik steckt unter anderem in Autos, Zügen, Smartphones, medizinischen Geräten, Energie- und Speichersystemen, Haushaltsgeräten und zunehmend in KI-Anwendungen. Dass Mikroelektronik in unseren Alltagsgegenständen so präsent ist, wissen viele allerdings noch nicht. Das Erstaunliche dabei: Rund 80% der österreichischen Mikroelektronik-Wertschöpfung, also alles, was mit der Mikroelektronik in Verbindung steht, entstehen im Süden Österreichs!
Die Bedeutung, dieses Wissen nach außen zu tragen und in den Köpfen der Bevölkerung zu verankern, erkannten Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in Kärnten und der Steiermark bereits vor zehn Jahren. 2016 wurde mit der Gründung des SILICON ALPS Clusters in Villach eine bundesländerübergreifende Organisation geschaffen, die dieses Wissen mit der dahinterstehenden Branche sichtbar machen sollte. Gezielte Kooperationen zwischen Unternehmen, Startups, KMUs mit universitären Einrichtungen, Forschungszentren und politischen Akteur:innen bildeten eine wesentliche Säule des Clusters, besonders auch im Hinblick auf eine verstärkte regionale Weiterentwicklung im Bereich der Mikroelektronik- und Halbleiterbranche.

„Der SILICON ALPS Cluster stärkt Südösterreich als High-Tech-Standort und verbindet regionale Stärke mit europäischer Innovationskraft.“
Willibald Ehrenhöfer, Landesrat Steiermark
Vom regionalen Netzwerk zum europäischen Innovationshub
Von zunächst drei internationalen Halbleiterunternehmen als Gesellschafter mitgetragen, entwickelte sich der SILICON ALPS Cluster von einer regionalen Clusterinitiative zu einem international-sichtbaren europäischen Multiplikator für europäische und nationale Förderungen. Aus den anfänglichen 60 Mitglieds-Unternehmen wurden über die Jahre 144 Partnerunternehmen, die ein großes Netz an Hightech-Unternehmen über Kärnten und die Steiermark bis einige über die Grenzen hinaus spannen.
Der Hauptsitz in Villach blieb bestehen, neu hinzu kam ein Nebensitz in Graz, der nun seit dem Start der Koralmbahn im Dezember 2025 mit einem High-Speed-Zug noch enger mit dem Ursprungsort verbunden ist. Aufbauend auf seiner Rolle als Netzwerker und Brückenbauer verstärkte der Cluster mit zwei weiteren Säulen als Impulsgenerator und Innovationstreiber sowie als internationaler Trendmonitor und Infobroker seine Tragweite. Mit der zunehmenden Digitalisierung und dem damit einhergehenden rasanten Wachstum an der Implementierung von Mikroelektronik-Teilen in diversen Geräten entwickelte sich auch der ursprüngliche Gedanke eines regionalen Cluster-Netzwerkes weiter zu einer internationalen Vernetzungsplattform auf europäischer Ebene. Überall in Europa verzweigten sich Cluster-Organisationen zu großen Netzwerk-Hotspots.
Eine grenzübergreifende Initiative, die Silicon Europe Alliance, diente als europäisches Dach für die Cluster in Europa, um das mediale Echo intermediär und extern zu verstärken. 2026 ist für den SILICON ALPS Cluster ein ganz besonderes Jahr: Neben dem zehnjährigen Bestehen übernahm Geschäftsführer Robert Gfrerer die Präsidentschaft der Silicon Europe Alliance. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Sed quis dignissim arcu. Praesent pellentesque diam imperdiet, viverra ante in, consequat magna. Nulla ex quam, tristique at facilisis a, sollicitudin ut lorem. Vivamus sit amet ex risus erat curae.
Förderungen, Projekte und konkrete Wirkung

SILICON ALPS versteht sich heute vor allem als „Project Hub“ für Innovationen. Im Fokus stand ab 2022 die Bündelung von Kompetenzen und Ideen aus unterschiedlichen Branchen und Organisationen, um nationale und europäische Cross-Cluster-Kooperationsprojekte zu initiieren, weiterzuentwickeln und erfolgreich umzusetzen. Die Transformation spiegelt sich in einer Vielzahl erfolgreicher Initiativen wider, von europäischen Cross-Cluster-Projekten über nationale Innovationsprogramme bis hin zu europäischen Leitinitiativen wie dem Austrian Chips Competence Center (AT-C³) im Rahmen des European Chips Act.
Breites Leistungsportfolio für Unternehmen
Heute unterstützt der SILICON ALPS Cluster Unternehmen entlang der gesamten Innovationskette. Dabei schafft er Zugang zu nationalen und europäischen Förderungen als Project-Hub, ist maßgeblich am Aufbau von Industrie-ForschungsKonsortien beteiligt und verstärkt die internationale Sichtbarkeit für die Mikroelektronik- und Halbleiterbranche. Startups und KMU haben durch das breite Netzwerk an unterschiedlichen Unternehmensgrößen und Einrichtungen die Chance, sich mit führenden Industrieunternehmen oder Forschungseinrichtungen zusammenzutun. Das gelingt dem Cluster insbesondere in seinen vier technologischen Kompetenzfeldern: Cybersecurity, Power Electronics, Smart Sensor Systems sowie RFID & Wireless IoT (kontaktlose Komponenten).

„Mit der Gründung des SILICON ALPS Clusters haben Kärnten und die Steiermark gezeigt, was aktive Innovationsund Technologiepolitik bewirken kann.“
Daniel Fellner, Landeshauptmann Kärnten
What's next?
Mit der österreichischen Industriestrategie 2035 rücken Mikroelektronik und Halbleitertechnologien noch stärker in den Fokus europäischer Wettbewerbsfähigkeit, Digitalisierung, Energieeffizienz und Künstlicher Intelligenz. Künftig will der Cluster seine Rolle als Project-Hub, Brückenbauer zwischen Industrie, Forschung und Politik sowie als Enabler für internationale Kooperationen weiter ausbauen. Mit der Vielzahl an Service-Leistungen bietet der Cluster auf verschiedenen Ebenen genau das, was dafür nötig ist.
Mikroelektronik im Alltag: Innovation zum Anfassen
Mikroelektronik ist klein, ihre Wirkung ist riesig. Ein moderner Pkw enthält zahlreiche Sensoren, Steuergeräte und Leistungshalbleiter. Smartphones vereinen Rechenleistung, Funktechnologien, Kameras und Sicherheitssysteme auf kleinstem Raum. In der Medizin ermöglichen Chips präzise Diagnostik und vernetzte Geräte. In Stromnetzen und Batteriespeichern sorgen elektronische Systeme dafür, dass Energie effizient verteilt, gespeichert und genutzt wird.
Die Technologien aus dem SILICON ALPS Ökosystem begegnen uns jeden Tag, oft ohne dass wir sie sehen. Diese unsichtbare Infrastruktur macht unseren Alltag sicherer, komfortabler und nachhaltiger.
Mikroelektronik steckt zum Beispiel in ...
◆ Fahrzeugen und öffentlichen Verkehrsmitteln
◆ Smartphones, Wearables und vernetzten Haushaltsgeräten
◆ Medizintechnik und Diagnosesystemen
◆ Photovoltaikanlagen, Stromnetzen und Batteriespeichern
◆ Industrieanlagen, Robotik und intelligenten Produktionssystemen
Einfach erklärt
„ChipCheck Monday“ und die techKNOWlogy-Videos erklären anschaulich, wie Mikroelektronik und weitere Technologien unseren Alltag prägen.