Ob Schnellladestation, Photovoltaikanlage, Industrieroboter oder KI-Anwendung: Fast überall, wo Energie gesteuert, Daten verarbeitet oder Entscheidungen in Echtzeit getroffen werden, kommt Mikroelektronik ins Spiel. Die Energiewende wäre ohne leistungsfähige Halbleiter kaum denkbar. Leistungselektronik wandelt Energie effizient um und sorgt dafür, dass möglichst wenig verloren geht. Sie steckt in Photovoltaik- und Windkraftanlagen, Stromnetzen, Batteriespeichern und Ladestationen. Je effizienter die Chips arbeiten, desto leistungsfähiger werden unsere Energiesysteme. Auch im SILICON ALPS Ökosystem entstehen wichtige Bausteine dafür: Infineon Technologies Austria steht für Lösungen rund um Energieeffizienz und Mobilität. NXP Semiconductors Austria bringt Kompetenzen bei Connectivity und sicheren Systemen ein, ams OSRAM bei Sensorik und optischen Technologien.
Mehr Rechenleistung, weniger Energie
Ebenso für Künstliche Intelligenz und Robotik sind Chips entscheidend. Immer mehr Daten werden direkt dort verarbeitet, wo sie entstehen: im Fahrzeug, in einer Maschine, einem Sensor oder einem medizinischen Gerät. Das verkürzt Reaktionszeiten und reduziert den Energieverbrauch. Roboter reagieren unmittelbar auf ihre Umgebung, Fahrzeuge erkennen Gefahren schneller und Maschinen optimieren ihren Betrieb. Möglich wird das durch das Zusammenspiel von Chips, Sensoren, Software und KI.

„Ich wünsche mir, dass wir weiterhin Brücken bauen, unsere Kräfte bündeln und Menschen für Spitzentechnologien und Innovation begeistern. Wenn uns das gelingt, werden wir in Zukunft noch mehr Strahlkraft entwickeln.“
Stefan Rohringer, Infineon Technologies Austria
Technologische Stärke schafft Resilienz
Wie abhängig Wirtschaft und Gesellschaft von Halbleitern sind, haben die Lieferengpässe der vergangenen Jahre gezeigt. Fehlen Chips, stehen Produktionslinien still, Fahrzeuge können nicht fertiggestellt und Infrastrukturprojekte nur verzögert umgesetzt werden. Für Europa geht es daher auch um Resilienz und technologische Souveränität. Kompetenzen in Forschung, Entwicklung und Produktion müssen erhalten, Wertschöpfungsketten robuster und Abhängigkeiten reduziert werden. Technologische Unabhängigkeit bedeutet nicht, alles selbst produzieren zu müssen. Entscheidend sind eigenes Know-how und starke Partner. Ein Beispiel ist das Austrian Chips Competence Center AT-C³.
Südösterreich als Teil dieser Zukunft
Österreich besitzt dafür eine starke Ausgangsposition. Kärnten und die Steiermark bündeln Kompetenzen entlang der Elektronik-Wertschöpfungskette: von Halbleitern und Leistungselektronik über Sensorik und drahtlose Technologien bis zu Cybersecurity und intelligenten Systemen.