Der März rückt näher, die Tage werden wieder länger und mit den ersten Sonnenstrahlen wächst die Lust, wieder anzupacken. Wer sein Hochbeet nicht erst vorbereitet, wenn alles grünt, sondern schon jetzt aktiv wird, verschafft sich einen Vorteil. Der große Pluspunkt von Hochbeeten liegt im Inneren. Durch den schichtweisen Aufbau erwärmt sich die Erde schneller als im klassischen Gartenboden, wodurch das Gartenjahr hier oft früher beginnt. Wer sein Hochbeet jetzt bewusst vorbereitet, denkt voraus. Eine gute Planung spart später Zeit und Arbeit, verlängert die Erntephase und sorgt dafür, dass der Garten vom Frühling bis weit in den Herbst hinein Erträge liefert.
Der richtige Platz im Garten

Damit Pflanzen im Hochbeet gut gedeihen, spielt der Standort eine wichtige Rolle. Sonnige bis halbschattige Plätze mit mehreren Sonnenstunden pro Tag haben sich bewährt, ebenso eine Ausrichtung in Nord-Süd-Richtung, damit alle Pflanzen gleichmäßig Licht erhalten. Auch die Nähe zu einem Wasseranschluss ist sinnvoll, da Hochbeete vor allem in den Sommermonaten regelmäßig gegossen werden müssen. Ein windgeschützter Standort hilft zusätzlich, den Boden warm zu halten und junge Pflanzen zu schützen. Wichtig ist außerdem ein ebener Untergrund, der Stabilität bietet und Staunässe verhindert.
Der richtige Aufbau
Der Erfolg eines Hochbeets beginnt mit der richtigen Befüllung. Am besten funktioniert ein klar aufgebautes Schichtsystem. Grobes Material wie Äste oder Zweige bildet die Basis und sorgt für Drainage, darauf folgen Laub oder Häckselgut, anschließend reifer Kompost und zum Abschluss hochwertige Gartenerde. Diese Kombination liefert Nährstoffe, fördert das Bodenleben und sorgt für die gewünschte Wärmeentwicklung im Beet. Wichtig ist, das Hochbeet von Anfang an ausreichend hoch zu befüllen. Bleibt zu viel Rand frei, werfen die Beetwände Schatten, die das Pflanzenwachstum bremsen können. Da sich die Füllung in den ersten Monaten etwas setzt, sollte bei Bedarf Erde nachgefüllt werden.
Der richtige Zeitpunkt fürs Pflanzen
Dank der gespeicherten Wärme lassen sich Hochbeete oft schon früh nutzen. Ab März eignen sich robuste Pflanzen wie Radieschen, Spinat, Pflücksalat, Frühlingszwiebeln oder Kohlrabi für den Start. In kühlen Nächten schützt ein Vlies vor Frost und starken Temperaturschwankungen. Wärmeliebende Pflanzen wie Tomaten, Gurken, Paprika oder Zucchini sollten hingegen erst nach den Eisheiligen, Mitte Mai, gesetzt werden. Wer zu früh pflanzt, riskiert Wachstumsstockungen oder Schäden durch Spätfrost. Über den Sommer hinweg kann laufend nachgepflanzt werden, im Herbst folgen wieder Feldsalat oder Spinat für die späte Ernte.
Gute Nachbarschaft im Beet

Auch im Hochbeet lohnt es sich, auf die richtige Nachbarschaft der Gemüse- und Kräutersorten zu achten. Bewährt haben sich Kombinationen wie Tomaten mit Basilikum oder Gurken mit Dill, ebenso ergänzen sich Radieschen und Möhren gut. Mischkultur hilft dabei, Schädlinge zu reduzieren und den vorhandenen Platz optimal zu nutzen. Weniger geeignet sind stark wuchernde Pflanzen. Minze breitet sich rasch aus und verdrängt andere Kulturen, auch Maggikraut oder Wermut bevorzugen einen eigenen Standort und sollten besser separat gepflanzt werden.
Materialien mit Bedacht wählen
Hochbeete sind aus Holz, Metall oder Verbundmaterialien erhältlich. Holz wirkt natürlich und isoliert gut, benötigt jedoch regelmäßige Pflege. Metall ist langlebig, stabil und pflegeleicht, kann sich allerdings stärker erwärmen. Die Entscheidung hängt von Optik, Pflegeaufwand und gewünschter Lebensdauer ab, wichtig ist in jedem Fall eine solide Verarbeitung, damit das Hochbeet viele Jahre zuverlässig genutzt werden kann.
Info:
Was ab März im Hochbeet angebaut werden kann:
- Radieschen
- Pflücksalat und Kopfsalat
- Spinat Frühlingszwiebeln
- Kohlrabi
- Kräuter wie Schnittlauch oder Petersilie