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11.10.2026

Bauen und Wohnen in Kärnten

Zweites Leben für alte Möbel

Nicht jedes ältere Möbelstück muss ersetzt werden. Tischlermeister Ulrich Kahlhammer aus Klagenfurt erklärt, wann sich Reparatur und Modernisierung lohnen.

Gezielte Modernisierungen geben älteren Möbeln neuen Komfort. Foto: Kahlhammer

Eine Küche muss nicht vollständig ersetzt werden, nur weil die Fronten nicht mehr gefallen oder die Laden schwergängig sind. Ist der Korpus trocken und stabil, lässt sich mit gezielten Eingriffen oft mehr erreichen als mit einer Neuanschaffung. Gerade ältere Küchen und Einbauschränke seien häufig erstaunlich solide, erklärt der Klagenfurter Ulrich Kahlhammer. Fronten, Beschläge oder Arbeitsplatten können erneuert werden, während der Korpus bestehen bleibt. „Ich schaue zuerst: Was stört, was funktioniert nicht mehr und was kann bleiben?“, beschreibt er seinen Zugang.

Kleine Eingriffe, große Wirkung

Moderne Beschläge zeigen, wie viel einzelne Veränderungen bewirken. SoftClose-Scharniere und gedämpfte Auszüge lassen Türen und Laden sanft schließen. Selbst die ursprüngliche Front kann bleiben, während dahinter eine moderne Lade für mehr Komfort sorgt. Optisch verändert sich wenig, funktional wird das Möbel wieder zeitgemäß.

Foto: Kahlhammer
Foto: Kahlhammer
"Am Ende soll eine Lösung entstehen, die nicht nur gut aussieht, sondern zu den Menschen passt, die sie jeden Tag nutzen."
- Tischlermeister„Herr Ulrich“ Kahlhammer

Meist ist eine Sanierung günstiger als eine Neuanschaffung, besonders wenn Demontage und Entsorgung mitgerechnet werden. Auch der persönliche Wert kann dafür sprechen, ein vertrautes Stück zu erhalten.

Wie langlebig Möbel sein können, zeigt eine Küche auf einem Bauernhof, die Kahlhammers Vater vor rund 60 Jahren gebaut hat. Trotz täglicher Nutzung mussten vor einiger Zeit lediglich die Beschläge erneuert werden. Eine solide Konstruktion und austauschbare Verschleißteile zahlen sich somit über Jahrzehnte aus. 

Am Anfang steht dennoch das Zuhören. Denn ob repariert, modernisiert oder neu gebaut wird, hängt auch davon ab, wie das Möbel im Alltag genutzt wird und was den Bewohnern wichtig ist.