Einmal einheizen und viele Stunden davon profitieren: Dieses Prinzip macht den Speicherofen zu einer besonderen Wärmequelle. Während das Holz abbrennt, strömen die heißen Rauchgase durch Kanäle im Inneren des Ofens. Die Schamotte nimmt dabei einen großen Teil der Energie auf und gibt sie anschließend nach und nach über die Oberfläche an den Raum weiter.
Der Vorteil zeigt sich, wenn das Feuer längst erloschen ist. Statt einer kurzen, starken Hitze entsteht eine gleichmäßige Strahlungswärme, die neben der Raumluft auch Wände und Möbel erwärmt. Je nach Bauweise und Wärmebedarf reichen deshalb häufig ein oder zwei Abbrände am Tag.

Damit der Ofen seine Stärken ausspielen kann, muss seine Leistung genau zum Gebäude passen. Besonders in gut gedämmten Häusern ist weniger oft mehr: Fällt der Speicherofen zu groß aus, gibt er mehr Wärme ab, als der Raum benötigt. Raumgröße, Grundriss, Dämmstandard und Nutzung werden daher bereits bei der Planung berücksichtigt.
Doch nicht nur die Leistung entscheidet. Auch Standort, Kaminanschluss und Verbrennungsluft müssen aufeinander abgestimmt sein. Wegen des hohen Gewichts ist zudem die Tragfähigkeit des Bodens zu prüfen. So kommt die Wärme dort an, wo sie gebraucht wird, ohne den Raum zu überhitzen. Ist der passende Ofen gefunden, kommt es auf den Brennstoff an. Trockenes, unbehandeltes Holz mit weniger als 20 Prozent Restfeuchte verbrennt sauberer und liefert mehr nutzbare Energie. Feuchtes Holz sorgt hingegen für mehr Rauch und einen höheren Verbrauch.