KI als unverzichtbarer Teil des Alltags ist Infoquelle, beschleunigt Arbeitsprozesse, minimiert menschliche Mängel, Irrtümer und Fehler. Bedient soziale Netzwerke, generiert zudem Deep Fakes, Gewaltszenarien, pervertierte Inhalte und unerträglichen Schwachsinn, birgt somit auch enormes Gefahrenpotenzial. Vieles läuft KI-geschmiert. Wir finden uns mehr und mehr in der kognitiv-mentalen Komfortzone und verlernen, uns Herausforderungen zu stellen und aus diesen zu lernen. Hirn, Kreativität, Augenmaß, Urteilskraft und Fingerspitzengefühl bauen schleichend, aber rasant ab. Dabei gibt es gar nicht wenige prekäre Momente und Phasen im Leben, in denen Tapsen, Scrollen und Wischen ins Leere gehen. In denen nur Empathie und menschlicher Beistand helfen, zu gesunden oder wieder zu stabilem Selbstwertgefühl zurückzufinden. Permanente KI-Assistenz anstatt selbst zu denken, zu probieren, zu kreieren, nach tauglichen Lösungen zu suchen, bewirkt den Verlust von Fertigkeiten und Know-how. Ohne die Auseinandersetzung mit der widerständigen Welt, ohne die so wichtigen physischen und sozialen Erfahrungen aus der Kindheit sind Menschen dem revolutionär-anonymen Werkzeug KI bedingungs- und hilflos ausgeliefert. Wer ohne Erfahrungsblocker Smartphone aufwächst, wer sich ein analoges Rüstzeug aneignen kann, vermag digital-virtuellen Versuchungen und Gefahren besser zu trotzen. Umso mehr, ausschließlich analoger Zugang zu Bildung während der ersten sechs Schulstufen. Nur ein solcher verhilft Kindern später zu mündiger Reflexion und selbsttätigem Tun. Menschliche, sinnliche und emotionale Intelligenz versus KI-automatisierte Computerprogramme, sogenannte Bots. Dominieren Letztere, mutieren Menschen letztlich zu fremdbestimmten Wesen. Höchste Zeit, die Reißleine zu ziehen. Zeitfresser, Energie- und Gemütsräuber „unsoziale Medien“ (selbst)bewusst negieren oder canceln. Selbst verordnete, großzügige Handypausen. Authentisch, naturverbunden und leutselig zu leben versuchen, denn von KI bis zum K. o. (Knock-out) ist es nicht allzu weit. Um diesen zu vermeiden, gilt es, „high alert“, hellwach zu sein!
Sepp Schnöll, Lehrer, Kuchl
Erschienen am Mo, 13.4.2026
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