Frauen gehören in die Küche“, dieses Zitat habe ich, als ich zwölf Jahre alt war, in der Mittelschule im Unterricht von einem Mitschüler gehört. Schockiert war ich. Entsetzt. Sprachlos. Gehöre ich jetzt in die Küche? Ich bin doch deine Klassenkameradin, ein Mädchen, das stundenlang für die Schularbeiten lernt, versucht gute Noten zu schreiben und es offensichtlich auch schafft. Ich bin ein erfolgreiches Mädchen. Ich bin ich und so bin ich glücklich! „Frauen gehören in die Küche.“ Soll ich eher traurig über die Aussage sein, oder darüber, dass sie von einem Zwölfjährigen kommt? Ich weiß es nicht. Doch was ich weiß, ist, dass die Fähigkeiten einer Frau nicht durch solche blöden Aussagen niedergemacht oder kleingeredet werden sollten. Denn wir Frauen sind frei, resilient, ambitioniert, unabhängig, eigenständig und neugierig! Frau zu sein bedeutet nicht, den Haushalt zu führen, jemanden zu heiraten, den man gar nicht liebt, nicht in die Schule gehen zu dürfen, weil man angeblich nicht dazu fähig sei, abends beim Heimgehen so zu tun, als würde man telefonieren, nicht anziehen zu dürfen, was man möchte, weinen, ohne die Tränen zu vergießen, schreien, ohne dass dich jemand hört, schweigen, weil man Angst um sein Leben hat. Frau zu sein, ist nicht einfach. Jahrhundertelang und auch heute werden Frauen als Objekte gesehen. Sie werden umgebracht, weil sie eine andere Meinung vertreten. Die Macht hat der Mann, obwohl er sein Leben einer Frau verdankt. Zurück zur eigentlichen Frage. Gehören Frauen wirklich in die Küche? Nein. Auch wenn viele das nicht wahrhaben möchten. Eine 40-jährige Mutter mit drei Kindern kann die Universität besuchen, eine 30-jährige unverheiratete Autorin kann mit ihren zwei Katzen den Abend genießen, eine 25-jährige selbstständige Unternehmerin kann sich einen Porsche leisten und ja, auch die geschiedene Mutter kann als Alleinerziehende für ihre Kinder sorgen. Kein Mensch hat das Recht zu sagen, was ich mache. Ich darf selbstständig entscheiden. Ich habe oft geschwiegen – nun, jetzt bin ich dran zu reden. Ich habe keine Angst, hinter meiner Meinung zu stehen, denn ich habe gelernt, Frau zu sein. Wir müssen lernen, keine Angst zu haben, zu erkennen und wahrzunehmen, was eine Frau alles erreichen kann. Gemeinsam sind wir stark, gemeinsam können wir was ändern! Die Frage ist nicht, ob Frauen in die Küche gehören. Die Frage ist, warum manche noch glauben, wir gehören nur dorthin.
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