Beim Votum der UNO-Generalversammlung stimmt Österreich also gegen eine Resolution, die jegliche Gewalt gegen die israelische und palästinensische Zivilbevölkerung verurteilt, die bedingungslose Freilassung aller illegal festgehaltenen Zivilisten fordert und den ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe im Gazastreifen fordert. Die Resolution wurde von 120 Ländern angenommen, 45, darunter auch die sonst so USA-hörigen Deutschen, enthielten sich der Stimme, aber Österreich reihte sich bei den 14 Blockierern dieser ohnedies rechtlich nicht bindenden humanitären Geste gegenüber der gepeinigten Zivilbevölkerung im Gazastreifen ein. Nachdem wir unsere Neutralität seit Monaten mit Füßen treten, lässt unsere Regierung nun, im Glauben, so Österreichs dunkle Flecken in der Geschichte vergessen machen zu können, auch humanitär die letzten Hemmungen fallen, nur um den USA und Israel zu gefallen. Wir können stolz sein, zu den 8% der Staaten zu gehören, die hilflosen Frauen, Kindern und Alten die humanitäre Hilfe verweigern wollen. Unfassbar, wie weit diese Regierung Österreich gebracht hat. Die Anbiederung gegenüber den USA kennt anscheinend keine Grenzen, und die Verantwortlichen denken offensichtlich nicht einmal im Entferntesten daran, dass sie mit diesem Schritt auch die fortschreitenden Unruhen in Österreichs arabischer Community weiter befeuert und damit die Sicherheit der eigenen Bevölkerung gefährdet haben. Diese verantwortungslose Politik könnte den USA-hörigen „Musterschüler“ Österreich noch teuer zu stehen kommen.
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