In der Posse rund um Novak Djokovic gibt es nur Verlierer. Zum einen den Sportler, der (verdientermaßen!) um den Wettkampf umfällt, zum anderen den Staat Australien, der sich offensichtlich nicht entsprechend mit dem nationalen Tennisverband absprach, wie man die Einreise bzw. Impf-Ausnahme des „Djokers“ rechtlich regelt. Die negativste Rolle spielt aber Serbiens Premier Aleksandar Vučić. Widerlich gebärdet sich dieser, indem er seine Landsleute gegen Australien aufhetzt, von „Hexenjagd“ und Ähnlichem spricht. Seine Aussagen stoßen bei vielen Serben auf fruchtbaren Boden. Schlimm, dass es solch paranoide Reaktionen gibt und ein Teil des Landes nichts aus der eigenen blutigen Geschichte in Sachen Nationalismus gelernt hat. Mit Patriotismus hat Vučić’ unsägliches Auftreten nichts zu tun – das ist reines Aufstacheln zum Hass und eine Märtyrer-Schaffung des „verfolgten“ Djokovic. Momentan befindet sich Serbien auf dem Weg zu einer möglichen EU-Mitgliedschaft (siehe Justiz-Referendum). Mit dem aktuellen Verhalten hat Premier Vučić „eindrucksvoll“ bewiesen, dass sein Land nicht reif für den Beitritt ist. Um beim Tennis zu bleiben: Vučić schießt sein Land ins Out.
Philipp Braunegger, Graz
Erschienen am Di, 18.1.2022
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