Das freie Wort

An Genossin Elke Kahr

Sehr geehrter Herr Jeannée, oft schreiben Sie einem ja aus der Seele, na ja, manchmal zumindest. Aber diesmal haben Sie doch etwas übertrieben! Wie Sie und die meisten Leute finde auch ich die Verbrechen des Kommunismus abscheulich. Als gebildeter Journalist müssten Sie jedoch den Unterschied zwischen Marxismus und den Gräueltaten des Kommunismus kennen. Kreisky würde sagen: „Lernen S’ a bissl Geschichte, Herr Redakteur!“ Ich könnte auch kein Kreuzerl bei den Kommunisten machen, aber vor Frau Elke Kahr ziehe ich den Hut eher als vor den meisten aalglatten, polierten Politikern dieser Tage. Lesen Sie eventuell das Interview von Conny Bischofberger in unserer „Krone“ vom selben Tag wie Ihr Beitrag, es würde Sie vielleicht etwas erhellen. Und auch a bisserl Respekt vor der Demokratie würde uns allen und Ihnen, sehr geehrter Herr Redakteur, nicht schaden! Fast ein Drittel der Grazer/innen hat Frau Kahr und KPÖ gewählt – so what.

Willfried Valek, Wiener Neustadt

Erschienen am Fr, 1.10.2021

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