Das freie Wort

Pflegedebatte – Streik und Imageschaden

Dass der hilfreiche Dienst am Menschen zu den schönsten, ehrenvollsten Aufgaben und herausforderndsten Berufen zählt, ist hinlänglich bekannt. Dieser Beruf verdient die höchste Anerkennung, weil man ganz viele unterschiedliche Fähigkeiten mitbringen muss und auch psychische Stärke braucht, um zu bestehen. Wenn jetzt von der Gewerkschaft Streiks angedroht werden und die Probleme im Pflegebereich auf die Arbeitszeit und die Entlohnung reduziert werden, so ist das ein Fehler, der der Allgemeinsituation nicht dienlich ist, ja sogar kontraproduktiv und imageschädigend ist, wie ich meine. Weiters ist der Streik ein herber Schlag gegen die vielen ehrenamtlichen Helfer, die für „Gottes Lohn“ in diesem Bereich tätig sind und die diese Tätigkeit aus Liebe zum Menschen ausführen, ohne auf die Uhr zu sehen. Ohne diese ehrenamtlichen Helfer würde es in der Welt traurig aussehen. Die Gewerkschaft sollte aufgefordert werden, an den wirklichen Problemen zu arbeiten, die meist durch personelle Unterbesetzung auftreten und Druck erzeugen. Es geht um Respekt und Würde des Menschen auf beiden Seiten. Schon allein wenn ich in meinen wohlverdienten Erholungszeiten für eine erkrankte Kollegin einspringen muss, ist das sehr bedenklich, da Kraft raubend und ungesund. (Mehrstunden haben ja auch etwas mit Arbeitszeit zu tun.) Darüber zu diskutieren wäre meines Erachtens sinnvoller, und das sehe ich auch als Hauptproblem, das den Menschen auslaugt. Danach kann man immer noch über angemessene Entlohnung sprechen.

Inge Schranz, per E-Mail

Erschienen am Fr, 21.2.2020

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