Coach Assinger bedient

ÖSV-Debakel in Zauchensee „wie ein 0:5 im Fußball“

Ski Alpin
10.01.2026 19:15
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

„Wie ein 0:5 im Fußball“ – ÖSV-Damen-Cheftrainer Roland Assinger fand nach dem Debakel in der Abfahrt von Zauchensee deutliche Worte.

„Ich fühle mich heute wie ein Fußballtrainer, wenn er 0:5 verliert. Und dann haben wir noch eine Verletzte dabei, das ist bitter und passt genau zu diesem Tag“, sagte er zur APA. Cornelia Hütter wurde als beste ÖSV-Dame nur 20. (+1,01 Sek.). Das schlimmste Debakel seit 16 Jahren! Zuletzt waren die rot-weiß-roten Girls in einer Abfahrt 2010 derart hinterhergefahren. Ebenfalls vor heimischen Fans: In Haus im Ennstal hatte Anna Fenninger (später Veith) nur den 21. Rang geholt. Eine weitere Parallele: Die Siegerin am 9. Jänner 2010 hieß ebenfalls Lindsey Vonn.

Aber: „Ganz kleine Lichtblicke waren da, die Leonie Zegg mit einem Punkt im ersten Weltcuprennen, und die Carmen Spielberger hat auch angeschrieben. Das war das Positive vom Tag. Ansonsten werden wir ihn schnellstmöglich abhaken und morgen mit neuer Zuversicht starten“, sagte Assinger. Es habe an diesem Tag keine Rutscher erlaubt, man habe einfach zu viele gehabt. „Dieses Auf-Zug-Fahren, dieses Clean-Fahren, das ist heute im Kollektiv nicht gelungen.“

ÖSV-Cheftrainer Roland Assinger war nach der blamablen Vorstellung seiner Damen in der Abfahrt ...
ÖSV-Cheftrainer Roland Assinger war nach der blamablen Vorstellung seiner Damen in der Abfahrt von Zauchensee enttäuscht.(Bild: Andreas Tröster)

Für Super-G braucht es Selbstvertrauen
Am Sonntag (12 Uhr/im Sportkrone.at-Ticker) findet in Zauchensee der Super-G statt. Dort wollen die ÖSV-Damen Wiedergutmachung leisten. Assinger meinte über die bisher durchwachsene Super-G-Saison seiner Läuferinnen, dass anders als in der Abfahrt, in der es Trainings zum Herantasten gibt, gleich die erste Fahrt sitzen müsse. „Die Selbstverständlichkeit fehlt. Der Super-G ist vielleicht die schwierigste Disziplin. Du hast lang gezogene Riesentorlaufkurven mit viel Speed und mit Sprüngen, und das macht die ganze Sache eigentlich sehr interessant. Da muss das Selbstvertrauen zu hundert Prozent passen. Und das war bei der einen oder anderen noch nicht da.“

Hütter war im Super-G bisher Neunte in St. Moritz und Sechste in Val d‘Isere. „Ich glaube, dass das ganze Grundkonzept wieder passt, wo ich mir am Anfang der Saison ein bissl schwerer getan habe. Ich habe es wieder so zusammengewürfelt, wie ich mir das vorstelle“, sagte die Steirerin. Platz 20 in der Abfahrt am Samstag wollte sie rasch abhaken. „Es ist schon gescheiter, jedes Rennen wie ein einzelnes Rennen zu sehen. Morgen ist ein neuer Tag“, meinte sie.

Für alle galt: Abfahrts-Debakel abhaken
Den einzigen weiteren Top-10-Rang in diesem Winter in der zweitschnellsten Disziplin erreichte Ariane Rädler als Achte in Frankreich, auch sie musste Platz 24 beim Heimevent in der Abfahrt erst einmal verdauen. „Mit so etwas will ich jetzt nicht von Zauchensee abreisen. Ich will gut Ski fahren, Vollgas geben und erwarte mir schon etwas.“ Nina Ortlieb kam bisher auf 13 und 15 und erhofft sich ebenso ein anderes Resultat als am Samstag (39.).

Das gilt auch für die Abfahrts-29. Mirjam Puchner, die im Super-G bisher einen Ausfall und einen 28. Platz verbuchte. „Da struggle ich noch ziemlich, da muss ich noch liefern. Ich weiß, was ich tun muss, dass es schneller dahingeht.“ Verzichten muss Assinger auf Magdalena Egger, immerhin 15. und 18., die sich am Samstag eine schwere Knieverletzung zugezogen hat und für die restliche Saison ausfällt.

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