Ein schwerer Verkehrsunfall trug sich Dienstag auf der Drautal Straße B100 in Kärnten zu: Während andere Feuerwehren durch Gewitter und Sturm auf den Straßen gestürzte Bäume wegräumten, hatten die Wehren von Villach einen Einsatz bei einem Autounfall. 71 Unwettereinsätze waren in Kärnten notwendig.
Auf der Drautal Straße B100 nahe der Stadtgrenze waren Dienstag kurz vor 16 Uhr zwei Fahrzeuge frontal gegeneinander geprallt – im strömenden Gewitterregen. In einem Auto befand sich eine Familie mit zwei Kleinkindern, im anderen saß eine 29-jährige Deutsche – beide Lenker wurden beim Zusammenstoß in ihren Fahrzeugen eingeklemmt.
„Während eines Überholmanövers geriet das Fahrzeug der 29-Jährigen aus bislang ungeklärter Ursache ins Schleudern und kollidierte frontal mit dem entgegenkommenden Pkw“, berichtet die Landespolizeidirektion Kärnten. Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde das Fahrzeug, in dem die Familie saß und das von einem 37-jährigen Deutschen gelenkt wurde, gegen die Leitschiene geschleudert.
Kinder und Mutter leicht verletzt
Polizei, Rettung, Hauptfeuerwache Villach und die Wehren Vassach sowie Fellach waren rasch an der Unfallstelle. „Nachdem die beiden Kinder und die Mutter aus dem Fahrzeug gerettet wurden, wurden drei hydraulische Rettungssätze zum Einsatz gebracht, um die beiden Lenker aus den stark deformierten Wracks zu schneiden“, so Harald Geissler, Kommandant der Hauptfeuerwache Villach.
„Nach der notärztlichen Erstversorgung wurden die 29-Jährige, die Beifahrerin des 37-Jährigen sowie eines der beiden Kinder mit schweren Verletzungen vom Rettungsdienst in das LKH Villach gebracht“, so die Landespolizeidirektion. Das zweite Kind wurde leicht verletzt – der 37-Jährige wurde mit schweren Verletzungen vom Notarzthubschrauber ARA-3 in das LKH Villach geflogen.
Wir mussten beide Lenker aus den stark deformierten Wracks schneiden.
Harald Geissler, Kommandant der Hauptfeuerwache Villach
Zahlreiche Bäume krachten im Sturm über Straßen
Während dieses Einsatzes absolvierten die weiteren Villacher Feuerwehren 25 Einsätze wegen des Unwetters. In Kärnten waren gut 70 Ausrückungen notwendig, meist zu umgestürzten Bäumen, teils zu kleinräumigen Überschwemmungen. Einige der umgestürzten Bäume kappten auch Stromleitungen.
Am Dienstag in der Früh, gegen 6 Uhr, lenkte ein 52-Jähriger seinen Wagen auf der B111 bei Nötsch von Hermagor kommend in Fahrtrichtung Villach. Zur selben Zeit fuhr ein 45-Jähriger mit seinem Auto in die entgegengesetzte Richtung und setzte zum Überholen an. Dieser Überholvorgang konnte jedoch nicht rechtzeitig abgeschlossen werden: Es kam zu einer Frontalkollision mit dem entgegenkommenden Fahrzeug des 52-Jährigen.
Beide Fahrzeuge wurden bei dem Unfall schwer beschädigt und mussten abgeschleppt werden. Während der Bergungs- und Aufräumarbeiten war die B111knapp zwei Stunden für den gesamten Verkehr in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Der 52-Jährige wurde leicht verletzt und begab sich selbst ins LKH Villach.
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