Austria Lustenau feierte eine ganz starke Leistung und einen Punkt bei Sturm Graz, schwächte sich aber durch eine dumme Aktion, die zu einer Roten Karte führte – die ärgerte Tormann Domenik Schierl selbst am meisten „Ich muss als Kapitän auch ein Vorbild sein“.
Auch einen Tag nach dem 1:1 der Lustenauer bei Sturm Graz hätte sich Austria-Keeper Dominik Schierl am liebsten in den Hintern gebissen. „Es geht mir nicht so gut, ich ärgere mich über meine Dummheit. Jetzt sprechen alle über diese Aktion und nicht über unsere sensationelle Leistung“, fühlte sich der 32-jährige Goalie wie ein Spielverderber. Der Schlussmann ließ sich vor der allerletzten Ecke zu einem (leichten) Kopfstoß gegen Sturm-Youngster Luca Weinhandl hinreißen, nach VAR-Intervention gab es dafür Rot.
Jetzt gesperrt
Im Heimspiel gegen die WSG Tirol ist Schierl damit auf jeden Fall gesperrt, über das genau Strafausmaß wird erst entschieden. „Es war meine erste Rote Karte in meiner Karriere, deshalb hoffe ich auf ein mildes Urteil.“ Was den Keeper derart in Rage versetzte? „Bereits nach fünf Minuten stieg mir Weinhandl voll auf den Rist. Das tat höllisch weh. In der Nachspielzeit schubste er dann Danilo (Soares) direkt auf mich drauf. Aber egal was vorfällt, so eine Reaktion darf mir einfach nicht passieren. Ich bin Kapitän und habe mit meiner Aktion der Mannschaft geschadet.“ Auch wenn ihm die Kollegen keinen Vorwurf machten, war die Rückreise im Bus nicht gerade angenehm. „Ja, ich hatte eine schlechte Nacht“, gibt der nie um Worte verlegene Tormann ehrlich zu.
Auch Trainer Markus Mader war wenig erfreut. „Das darf er nicht machen. Da sind ihm etwas die Nerven durchgebrannt.“ Aber wer Schierli kennt, weiß, dass er mit Leib und Seele beim Verein ist, immer alles gibt und sich aufopfert.“ Intern muss der Kult-Keeper nun einen Betrag in die Mannschaftskasse einzahlen. Schierl: „Das zahle ich gerne. Und es ist für mich auch klar, dass ich Philipp (Böhm), der am Freitag im Tor stehen wird, in dieser Woche pushen werde. Er macht das sicher super.“
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