Stundenlange Operation

Wunder! Kater „Schnurrli“ überlebt Horror-Unfall

Niederösterreich
23.08.2026 19:17

Die gute Nachricht zum Tag! „Schnurrli“ wurde nach einem Verkehrsunfall in dramatischem Zustand gefunden. Im Tiermedizinischen Zentrum Teesdorf kämpft sich der erst eineinhalb Jahre alte Kater nun nach zwei schweren Operationen zurück ins Leben.

Es war ein Bild, das keinen Tierfreund kaltlässt: Erschöpft und schwer verletzt schleppte sich die Fellnase „Schnurrli“ in Alland (NÖ) nach einem folgenschweren Zusammenstoß mit einem Auto auf eine Wiese neben der Straße. Eine aufmerksame Spaziergängerin entdeckte das Tier wohl in letzter Sekunde und brachte die Rettungskette ins Rollen.

Im Tiermedizinischen Zentrum Teesdorf wurde „Schnurrli“ umgehend notfallmedizinisch versorgt. Die Diagnose war erschütternd: Sein Becken war mehrfach zertrümmert, die Hüfte ausgekugelt und auch das Knie schwer verletzt. Dazu kamen zahlreiche Hämatome und innere Blutungen.

Stundenlanger Kampf am Operationstisch
Um dem Kater überhaupt eine Chance auf ein schmerzfreies Leben zu geben, waren laut Marcus Serringer, Geschäftsführer des Veterinärzentrums, gleich mehrere komplizierte Eingriffe notwendig. In einer fast vierstündigen Operation wurde sein zertrümmertes Becken rekonstruiert. Die ausgekugelte Hüfte konnte mithilfe eines sogenannten Fadenzugs wieder in die richtige Position gebracht werden.

In einer fast vierstündigen Operation wurde das zertrümmerte Becken des Katers rekonstruiert.
In einer fast vierstündigen Operation wurde das zertrümmerte Becken des Katers rekonstruiert.(Bild: Tiermedizinisches Zentrum Teesdorf)

Doch damit war der Kampf noch lange nicht vorbei. In einem weiteren, rund zweistündigen Eingriff widmeten sich die Tiermediziner am Sonntag dem schwer beschädigten Knie. Auch diese Operation verlief erfolgreich.

Jetzt beginnt für den jungen Kater die nächste, nicht minder wichtige Etappe: die Genesung. Sobald die Operationswunden verheilt sind, soll eine intensive Physiotherapie helfen, die Beweglichkeit des verletzten Beins wiederherzustellen.

Seinen Lebenswillen nicht verloren
Dabei hätte sein Schicksal beinahe ein anderes Ende genommen. Nachdem sein Herrchen vom Ausmaß der Verletzungen erfahren hatte, wollte man einschläfern, weil die Kosten der notwendigen Behandlung zu hoch waren. 

„Schnurrli“ bekommt dank Tierfreunden aber eine zweite Chance! Und was besonders berührt: Trotz der Schmerzen und der traumatischen Erlebnisse zeigt er sich freundlich, aufmerksam und verschmust. Seine täglichen Streicheleinheiten genießt der tapfere Kater sichtlich, heißt es.

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