22.12.2007 13:42 |

Oma ausgenutzt

Drogenhändlerring in Niederösterreich gesprengt

Beamte des Landeskriminalamtes Niederösterreich haben einen Drogenhändlerring gesprengt. Fünf Verdächtige sind in Haft, der mutmaßliche Haupttäter, ein 43-Jähriger, befand sich noch auf der Flucht, teilte die niederösterreichische Sicherheitsdirektion am Samstag mit.

Der Mann soll vermutlich seit Anfang 2007 Suchtgift in der Wohnung seiner Großmutter (83) in Sollenau (Bezirk Wiener Neustadt) gelagert haben. Die 65-jährige Mutter des Verdächtigen hätte sich im Auftrag des Sohnes um die Übergabe von Kokain und Ecstasy gekümmert.

Der Verdächtige habe zunächst Ecstasy und Kokain aus den Niederlanden bezogen, die Drogen seien von vorerst unbekannten Personen nach Österreich geschmuggelt worden. In der Folge habe der 43-Jährige das Suchtgift in dem zur Wohnung der 83-Jährigen gehörenden Keller gelagert. Da sich der Kriminelle laut Polizei im Laufe des Jahres 2007 im Ausland befand, habe er seine Mutter mit der "Verwaltung" des Drogendepots beauftragt. Die Großmutter soll von den Machenschaften ihres Enkels nichts mitbekommen haben, so ein Polizist.

Mutter des Haupttäters hat tatkräftig mitgeholfen
Im Auftrag des Sohnes habe die 65-Jährige von Juli bis August dieses Jahres mehrmals Ecstasy-Tabletten, mindestens 5.000 Stück, und mehrere hundert Gramm Kokain aus dem Lager geholt. Das Suchtgift sei dann einem Barbesitzer aus dem Bezirk Neunkirchen übergeben worden. Dieser habe die Drogen in kleineren Mengen an verschiedene Abnehmer und Zwischenhändler verkauft.

Der Straßenverkaufswert der Drogen wurde von der Polizei mit etwa 70.000 Euro beziffert. Die 65-Jährige, der Barbesitzer sowie drei weitere Verdächtige wurden in Haft genommen. Mehrere Abnehmer wurden angezeigt. Gegen den 43-Jährigen besteht Haftbefehl.

Symbolbild

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