12.12.2007 08:20 |

CIA-Affäre

Chef des US-Geheimdienstes vor dem Kongress

In der Affäre um zerstörte CIA-Verhörvideos ist der Direktor des US-Geheimdienstes, Michael Hayden, am Dienstag im Kongress befragt worden. Nach einer 90-minütigen Anhörung vor dem Geheimdienstausschuss des Senats sagte Hayden, er habe die Gelegenheit begrüßt, vor dem Gremium darzulegen, warum die Mitschnitte von Vernehmungen Terrorverdächtiger 2005 von der CIA vernichtet worden seien.

Da er aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht Direktor der Behörde gewesen sei, könne er nicht alle Fragen beantworten. Er werde aber Sorge tragen, dass alle benötigten Zeugen zur Verfügung stünden.

Auch der Ausschussvorsitzende, der Demokrat Jay Rockefeller, betonte Medienberichten zufolge, das Hearing sei nützlich gewesen, aber viele Fragen seien noch offen. Am Mittwoch soll Hayden dem Geheimdienstausschuss des Abgeordnetenhauses Rede und Antwort stehen.

Die 2002 entstandenen Videos zeigten die Anwendung „harscher“ Methoden bei den Verhören von zwei Terrorverdächtigen. Zumindest einer von ihnen, Abu Zubaida, soll dabei auch dem „Waterboarding“ - simuliertem Ertränken - ausgesetzt worden sein. Hayden hatte in der vergangenen Woche gesagt, die Mitschnitte seien vernichtet worden, um die an den Vernehmungen beteiligten Beamten vor Racheakten zu schützen.

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