10.12.2007 17:01 |

Ausgezeichnet

Friedensnoblepreis an Al Gore und UNO verliehen

Der frühere US-Vizepräsident Al Gore und der Chef des UNO-Weltklimarates, Rajendra Pachauri, haben am Montag in Oslo den Friedensnobelpreis entgegengenommen. Pachauri nahm den Preis stellvertretend für seine Organisation an. Bei der feierlichen Verleihung hob das norwegische Nobelkomitee den Einsatz der Preisträger gegen eine drohende Klimakatastrophe hervor. Gore forderte zu einer schnellen Mobilisierung für die Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen auf. Die Mobilisierung müsse so entschlossen sein, wie man das bisher nur vor Kriegen erlebt habe. Der Nobelpreis ist mit 1,1 Millionen Euro dotiert.

Der Chef des Weltklimarates, der 67-jährige Pachauri, nannte die bevorstehenden Klimaänderungen "das größte Sicherheitsrisiko" für einen ständig wachsenden Teil der Weltbevölkerung. Gore forderte laut im Voraus veröffentlichtem Text in seiner Dankesrede die USA und China auf, ihre Treibhausgasemissionen zu senken. Andernfalls würden die internationalen Bemühungen gegen den Klimawandel nicht gelingen, warnte Gore. Die USA und China müssten "aufhören, das Verhalten des Anderen als Entschuldigung für die Blockade" der internationalen Bemühungen um die Verringerung von Treibhausgasen zu benutzen.

Gore lehnt neuerliche Präsidentschaftskandidatur ab
Gore hatte mit seinem Oscar-prämierten Dokumentarfilm "Eine unbequeme Wahrheit" über den Klimawandel für Aufsehen gesorgt. Der einstige Politiker der US-Demokraten, der im Jahr 2000 beim Rennen um die US-Präsidentschaft gegen George W. Bush knapp gescheitert war, genießt dank seines Umweltaktivismus eine große Popularität. Er lehnte es aber ab, erneut im Rennen um das Weiße Haus anzutreten.

Im letzten Jahr war der 67-jährige Bankier Mohammed Yunus aus Bangladesch für seine Mikrokredite zur Armutsbekämpfung mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.

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