22.11.2007 13:57 |

Schritt nach vorne

0:0 gegen Tunesien für Österreich ein Fortschritt

Das 0:0 gegen Tunesien war laut Österreichs Teamspielern ein versöhnlicher Abschluss des Testspiel-Jahres 2007. Andreas Ivanschitz und Co. sahen in der Nullnummer am Mittwoch im Wiener Happel-Stadion eine Steigerung im Vergleich zum England-Match und eine brauchbare Basis für das EURO-Jahr 2008.

Kapitän Ivanschitz hob die spielerischen Fortschritte hervor. "Es war befreiend, dass wir gesehen haben, dass wir auch gegen eine starke Mannschaft gut Fußball spielen können. Ich wünsche mir, dass wir das ins nächste Jahr mitnehmen können", erklärte der Panathinaikos-Legionär und sprach von einem "Schritt nach vorne".

Unsicherheiten in der Defensive
Auch Martin Stranzl wies auf die Steigerung im Spiel nach vorne hin, beklagte aber auch die Unsicherheiten in der Defensive. "Wir wollten versuchen, den Ball laufen zu lassen. Leider haben wir es hinten teilweise übertrieben, Fehler gemacht und dadurch Chancen zugelassen. In den letzten zehn Minuten wollten wir unbedingt gewinnen, dadurch ist die Ordnung verloren gegangen", so das Resümee des Innenverteidigers.

Die Stranzl-Bilanz nach einem Sieg, sechs Remis und fünf Niederlagen in den zwölf Partien dieses Jahres lautete folgendermaßen: "Das Defensivverhalten und das Umschalten auf Defensive funktioniert schon ganz gut. Aber beim Umschalten in die Offensive sind wir teilweise zu hektisch, da verlieren wir noch zu oft den Ball." Den ersten Testspielen im kommenden Jahr gegen Deutschland und die Niederlande sieht der Spartak-Moskau-Abwehrspieler relativ gelassen entgegen. "Von mir aus können wir bis zur EURO auch jedes Match verlieren, wenn wir dann bei der EM gewinnen."

Unmut über Pfiffe aus dem Publikum
Für Missstimmung sorgten im ÖFB-Lager wieder einmal die Unmutsäußerungen einiger Zuschauer in der Schlussphase. So meinte etwa György Garics: "Wenn Real Madrid hier spielt und den Ball laufen lässt, dann klatschen die Leute wahrscheinlich. Bei uns aber kommen Pfiffe."

Sogar der tunesische Teamchef Roger Lemerre äußerte sein Unverständnis über das Verhalten mancher Stadion-Besucher. "Das ist natürlich nicht normal. Die Fans sollen eigentlich hinter ihrer Mannschaft stehen, schließlich ist sie im nächsten Jahr EM-Gastgeber. Außerdem war das heute keine schwache Leistung der Österreicher", erklärte der Franzose, der mit der "Equipe Tricolore" im Jahr 2000 Europameister wurde.

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