Do, 13. Dezember 2018

Riesentorlauf

29.10.2007 10:32

Svindal feiert bei RTL in Sölden 8. Weltcup-Sieg

Aksel Lund Svindal hat gleich beim Saisonauftakt wieder den Besten herausgekehrt. Der Weltcup-Gesamtsieger aus Norwegen gewann am Sonntag in Sölden dank eines Traumlaufs den ersten Riesentorlauf der Saison 0,32 Sekunden vor Halbzeit-Leader Ted Ligety (USA) und 0,39 vor dem Finnen Kalle Palander. Benjamin Raich wurde wie vor zwei Jahren als bester Österreicher Vierter und verpasste damit das Sölden-Podest erneut.

16.000 Zuschauer stürmten den Rettenbachferner, um einen Tag nach den Damen das erste alpine Saisonderby der Herren zu verfolgen. Sie erlebten ein packendes Rennen mit einem bei teilweise schlechter Sicht überragenden Svindal. Der 24-Jährige aus Kjeller lag nach einem groben Schnitzer zur Halbzeit auf Platz sechs, stürmte dann aber mit einem wahren Traumlauf und Bestzeit zum achten Weltcupsieg, den dritten im Riesentorlauf.

Svindal bestätigte damit, dass er mit den Prognosen über sich selbst ("Ich bin noch stärker als im Vorjahr") nicht geblufft hatte. Vor allem Platz sechs nach seinem Fehler verblüffte. "Früher wäre ich damit nicht in die Top 30 gekommen. Das zeigt, dass ich wirklich besser geworden bin", zeigte sich Svindal happy.

Dass ihm damit auch gleich wieder die Favoritenrolle gehört, ist dem Norweger bewusst. "Es war nur das erste von 36 Rennen. Aber es schaut wirklich gut aus", gestand der 100 Kilo schwere Kraftprotz. Svindal genoss den Erfolg auch deshalb besonders, "weil Siege in Österreich immer ganz besonders sind. In Kitzbühel oder Schladming zu gewinnen, wäre sogar größer als die WM!"

Raich verpasst Podestplatz erneut
Wie verhext bleibt hingegen Sölden für Benjamin Raich. Der Pitztaler lag nach Lauf eins noch auf Platz drei, verpasste dann aber seinen ersten Podestplatz im Nachbartal erneut. "Ich kann aber gut damit leben. Es war trotzdem ein ganz guter Auftakt für mich", gab sich Raich, der sich im Vorjahr Svindal im Kampf um die große Kristallkugel um nur 13 Punkte geschlagen geben hatte müssen, dennoch einmal mehr als Positiv-Denker.

Raich gegen Svindal könnte also auch im kommenden Winter das große Match heißen. "Dass Aksel gut fährt, kommt ja wirklich nicht überraschend", meinte Raich und ergänzte: "Er hat das erste Rennen gewonnen. Angst brauchen wir deshalb aber nicht zu haben. Die Saison ist noch lang."

Dass Raich trotz des Riesendrucks, der auf ihm lastet, mit Abstand der einzige Österreicher mit Sieg-Potenzial im Riesentorlauf ist, zeigte sich auch in Sölden. Zwar kamen wie tags zuvor bei den Damen acht ÖSV-Läufer ins Finale, am Ende gelang mit Mathias Lanzinger (10.) aber ebenfalls nur einem weiteren der Sprung in die Top Ten. Für den Salzburger war es die beste RTL-Platzierung der Karriere. Mario Scheiber wurde Elfter, Rainer Schönfelder 16. und Mario Matt unmittelbar vor Christoph Gruber 17. Das reichte wenigstens, um im Nationencup gleich wieder die Führung zu übernehmen.

Maier kam nicht in Fahrt
Titelverteidiger Hermann Maier, der sich vor dem Rennen selbst zum Außenseiter gestempelt hatte, konnte wie befürchtet seine Startnummer 16 nicht toppen und wurde nur 20. "Ich bin nicht so richtig ins Fahren gekommen, bin von den Bewegung her einfach noch zu langsam", gestand der Ski-Superstar ein. "Hermann hat sich heute noch nicht alles zugetraut", meinte ÖSV-Herrenchef Toni Giger.

Trotz des bescheidenen Ausgangs zeigte man sich im ÖSV-Herrenlager nicht unzufrieden. "Wir backen eben momentan im Riesentorlauf kleinere Brötchen", sagte Giger und Alpinchef Hans bedauerte bei seiner Bilanz nur, dass Raich wieder das Podest knapp verpasst hatte. "Denn das wäre unser großes Ziel gewesen."

Saisonziel der ÖSV-Riesentorläufer ist bekanntlich, dass sich die jungen Fahrer von der zweiten wieder in die erste Gruppe - sprich die Top 15 - vorfahren. Pum: "Man muss realistisch bleiben. Auf den Plätzen vier, zehn und elf kann man aber aufbauen."

Fehlerhafter Ritt für Bode Miller
Die wechselnden Lichtverhältnisse spielten auch bei den Herren am Sonntag wieder eine mitentscheidende Rolle. So fuhr Maiers neuer US-Stallkollege Bode Miller dank eines Materialwechsels und guter Sicht mit einem wilden und fehlerhaften Ritt, bei dem er sich den Helm zerstörte, noch von Platz 17 auf Rang 5. Und das, obwohl er wegen seiner Rückenprobleme zuletzt kaum trainiert hatte. "Im ersten Lauf war ich unterwegs als ob ich noch nie Ski gefahren wäre", sagte Miller.

Nur Svindal war das schlechte Licht offensichtlich egal. Pum: "Die Skandinavier tun sich bei so einem Licht leichter, weil es dort monatelang finster ist. Das haben wir auch schon bei der WM in Schweden erlebt."

Endstand nach zwei Durchgängen:
1. Aksel Lund Svindal (NOR) 2:17,87 Min. (1:08,89- 1:08,98)
2. Ted Ligety (USA) 2:18,19 + 0,32 (1:07,72- 1:10,47)
3. Kalle Palander (FIN) 2:18,26 + 0,39 (1:07,92- 1:10,34)
4. Benjamin Raich (AUT) 2:18,53 + 0,66 (1:08,30- 1:10,23)
5. Bode Miller (USA) 2:18,93 + 1,06 (1:09,65- 1:09,28)
6. Manfred Mölgg (ITA) 2:19,03 + 1,16 (1:09,20- 1:09,83)
7. Thomas Fanara (FRA) 2:19,12 + 1,25 (1:09,45- 1:09,67)
8. Didier Cuche (SUI) 2:19,18 + 1,31 (1:09,21- 1:09,97)
9. Alberto Schieppati (ITA) 2:19,47 + 1,60 (1:09,24- 1:10,23)
10. Matthias Lanzinger (AUT) 2:19,52 + 1,65 (1:09,84- 1:09,68)
11. Marc Berthod (SUI) 2:19,70 + 1,83 (1:09,50- 1:10,20)
Mario Scheiber (AUT) 2:19,70 + 1,83 (1:09,45- 1:10,25)
13. Peter Fill (ITA) 2:19,76 + 1,89 (1:10,31- 1:09,45)
14. Francois Bourque (CAN) 2:19,77 + 1,90 (1:09,04- 1:10,73)
15. Davide Simoncelli (ITA) 2:19,86 + 1,99 (1:10,34- 1:09,52)
16. Rainer Schönfelder (AUT) 2:19,95 + 2,08 (1:09,47- 1:10,48)
17. Mario Matt (AUT) 2:20,03 + 2,16 (1:09,96- 1:10,07)
18. Didier Defago (SUI) 2:20,06 + 2,19 (1:09,39- 1:10,67)
19. Christoph Gruber (AUT) 2:20,09 + 2,22 (1:10,38- 1:09,71)
20. Hermann Maier (AUT) 2:20,16 + 2,29 (1:09,73- 1:10,43)
Jens Byggmark (SWE) 2:20,16 + 2,29 (1:10,42- 1:09,74)
22. Daniel Albrecht (SUI) 2:20,24 + 2,37 (1:08,74- 1:11,50)
23. Joel Chenal (FRA) 2:20,56 + 2,69 (1:09,39- 1:11,17)
24. Markus Larsson (SWE) 2:20,59 + 2,72 (1:10,53- 1:10,06)
25. Stephan Görgl (AUT) 2:20,61 + 2,74 (1:09,76- 1:10,85)
26. Marcus Sandell (FIN) 2:20,77 + 2,90 (1:10,44- 1:10,33)

Ausgeschieden:
Im 2. Durchgang: Massimiliano Blardone (ITA), Jean-Philippe Roy, John Kucera (beide CAN), Ales Gorza (SLO)

Im 1. Durchgang u.a.: Marco Büchel (LIE)

U.a. nicht für das Finale der besten 30 qualifiziert:
Hannes Reichelt (36.), Philipp Schörghofer (41./beide AUT)

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