Mo, 16. Juli 2018

EM-Qualifikation

14.10.2007 14:31

Deutschland als erstes Team für EURO qualifziert

Deutschland hat am Samstagabend als erstes Team die Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft 2008 geschafft. Schottland, England, Schweden, Rumänien und Europameister Griechenland rückten der EM mit Siegen wieder einen gehörigen Schritt näher. Die "Bravehearts" gewannen im Hampden Park von Glasgow ihr Heimspiel gegen die Ukraine mit 3:1 und wahrten damit die Spitzenposition in Gruppe B. Auch England untermauerte in Gruppe E mit dem fünften Sieg in Serie den Anspruch auf die EM-Teilnahme. Vizeweltmeister Frankreich gab sich mit einem 6:0-Erfolg auf den Färöern ebenfalls keine Blöße.

Nach der Führung durch Nicolas Anelka (7.) zog Thierry Henry (8.) in seinem 95. Einsatz im Trikot der "Equipe" dank seines 41. Treffers mit Frankreichs Rekordtorschütze Michel Platini gleich. Karim Benzema (49., 79.), Jerome Rothen (64.) und Debütant Hatem Ben Arfa (93.) machten schließlich das halbe Dutzend voll.

Deutschland als erstes Team qualifiziert
Rekord-Europameister Deutschland hat sich als erste Mannschaft neben den beiden Gastgebern Österreich und Schweiz für die Fußball-Europameisterschaft 2008 qualifiziert. Der dreifache Titelträger (1972, 1980, 1996) sicherte sich mit einem 0:0 in Dublin gegen Irland das Ticket für die EURO 2008. Deutschland führt in der Qualifikationsgruppe-Gruppe D mit 23 Punkten und kann nicht mehr von einem der zwei Quali-Plätze verdrängt werden. Tschechien hat beste Chancen, das zweite Ticket der Gruppe D zu holen.

Rückschlag für Serbien in Gruppe A
Einen herben Rückschlag im EURO-Vierkampf der Gruppe A erlebte das serbische Nationalteam, das in Armenien nicht über ein enttäuschendes 0:0 hinauskam. Die Serben (17 Punkte/11 Spiele) drohen damit vor den Abendspielen der direkten Konkurrenten Polen (21/11), Finnland (19/11) und Portugal (17/10) den Anschluss zu verlieren.

Weltmeister Italien siegt gegen Georgien
In Genua schlug Weltmeister Italien Georgien 2:0. Andrea Pirlo brachte die "Squadra Azzurra" unmittelbar vor der Pause per Freistoß in Führung, für die Entscheidung nach vielen vergebenen Torchancen zeigte sich Fabio Grosso in der 83. Minute verantwortlich. Die Entscheidung um die ersten beiden Plätze in der Gruppe B fällt damit aller Voraussicht Ende November in den Partien Schottland gegen Italien (17.11.) und Ukraine gegen Frankreich (21.11.).

Schotten und Engländer ebenfalls siegreich
Kenny Miller (4.), Lee McCulloch (10.) und James McFadden (68.) erzielten die Tore für die Schotten, die nach zehn Partien schon 24 Punkte auf ihrem Konto haben. Für die Osteuropäer, die nach der Pleite aus dem Rennen um die EM-Tickets sind, traf Superstar Andrej Schewtschenko (24.) zum zwischenzeitlichen 1:2.

Das Fußball-Mutterland England feierte vor 86.655 Zuschauern im Wembley-Stadion gegen Estland einen ungefährdeten 3:0-(3:0)-Pflichtsieg und stockte sein Punktekonto auf 23 Zähler auf. Schon mit Pausenpfiff war durch Tore von Wright-Phillips (11.) und Rooney (32.) sowie ein Eigentor von Rähn (34.) alles klar. Für die Engländer steht am Mittwoch das wichtige Duell bei Verfolger Russland an. Für Rooney war es das erste Pflichtspiel-Tor für England seit der EURO 2004.

Schweden und Rumänien mit einem Bein bei EURO
Schweden und Rumänien rückten der EM mit Siegen wieder einen gehörigen Schritt näher. Die Skandinavier behaupteten dank eines durch Freddy Ljungberg (19.), Christian Wilhelmsson (29.) und Anders Svensson (56.) sichergestellten 3:0-(2:0)-Auswärtssieges in Liechtenstein in Gruppe F die Tabellenführung vor Spanien. Bei einem Sieg im Heimspiel gegen die drittplatzierten Nordiren am Mittwoch wäre der schwedische EURO-Antritt gesichert.

Premierensieg für Luxemburg
Rumänien fügte den Niederlanden im Aufeinandertreffen der beiden ungeschlagenen Spitzenteams der Gruppe G eine 1:0-(0:0)-Auswärtsniederlage zu. Lange Zeit sah die Partie wie eine typische Nullnummer aus, ehe Verteidiger Dorin Goian in der 72. Minute das Goldtor erzielte. Hinter den Rumänen (23/9) werden sich die Niederländer (20/9) mit Bulgarien (18/9) wohl um das zweite EM-Ticket raufen müssen. Im zweiten Gruppenspiel feierte Luxemburg in Weißrussland mit 1:0 im zehnten Match der Qualifikation den Premierensieg.

Portugal bleibt Polen auf den Fersen
Vize-Europameister Portugal blieb in Gruppe A Spitzenreiter Polen dank eines ungefährdeten 2:0-(2:0)-Sieges in Aserbaidschan auf den Fersen. Bruno Alves (12.) und Hugo Almeida (45.) entschieden die Partie in Baku schon in der ersten Spielhälfte für die Iberer. Eine frühe Rote Karte gegen Karimov (28.), der Portugals Star Cristiano Ronaldo von den Beinen holte, schwächte Aserbaidschan zusätzlich.

Europameister Griechenland auf EURO-Kurs
Auch Europameister Griechenland steht vor der erfolgreichen Qualifikation für die EM-Endrunde. Während die Türkei in Moldawien nicht über ein 1:1 hinauskam, besiegten die Hellenen Bosnien-Herzegowina 3:2 (1:0). Charisteas (10.), Gekas (57.) und Liberopoulos (72.) stellten die Weichen auf Sieg, den Gästen gelangen durch Hrgovic (54.) und Ibisevic (91.) jeweils nur Anschlusstore.

Neben England fuhr in Gruppe E auch Kroatien mit einem 1:0 gegen Israel den erwarteten Pflichtsieg ein. Der eingebürgerten Brasilianer Eduardo da Silva (52.) beendete mit seinem zehnten Quali-Treffer die Hoffnungen der Gäste auf ein EM-Ticket. Gelingt Russland am Mittwoch gegen England kein Sieg, dann sind die Kroaten fix bei der EURO.

Dänemark aus dem Rennen um EM-Platz
Spanien beendete mit einem 3:1 (2:0) in Aarhus die EM-Träume von Dänemark. Nach der schnellen Führung durch Raul Tamudo (14.) gelang Sergio Ramos (40.) kurz vor der Pause die Vorentscheidung. Auch nach dem 1:2 durch Jon Dahl Tomasson (88.) währten die Hoffnungen der Dänen nur kurz, Albert Riera (89.) stellte im Gegenstoß wieder den Zwei-Tore-Vorsprung her. Die Iberer (22/10) steuern damit in Gruppe F wie die Schweden (22/9) auf EURO-Kurs.

Gruppe A:
Polen - Kasachstan 3:1 (0:1)
Aserbaidschan - Portugal 0:2 (0:2)
Armenien - Serbien 0:0
Belgien - Finnland 0:0

Gruppe B:
Italien - Georgien 2:0 (1:0)
Schottland - Ukraine 3:1
Färöer - Frankreich 0:6 (0:2)

Gruppe C:
Griechenland - Bosnien-Herzegowina 3:2 (1:0)
Ungarn - Malta 2:0 (1:0)
Moldawien - Türkei 1:1 (1:0)

Gruppe D:
Irland - Deutschland 0:0
Zypern - Wales 3:1 (0:1)
Slowakei - San Marino 7:0 (3:0)

Gruppe E:
Kroatien - Israel 1:0 (0:0)
England - Estland 3:0 (3:0)

Gruppe F:
Liechtenstein - Schweden 0:3 (0:2)
Island - Lettland 2:4 (1:3)
Dänemark - Spanien 1:3 (0:2)

Gruppe G:
Weißrussland - Luxemburg 0:1 (0:0)
Slowenien - Albanien 0:0
Rumänien - Niederlande 1:0 (0:0)

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