07.09.2007 08:07 |

Fauxpas von Bush

US-Präsident verwechselt APEC mit OPEC

US-Präsident George W. Bush hat sich bei einer Rede in Australien einen Fauxpas erlaubt. Zu Beginn seiner Ausführungen sprach er am Freitag irrtümlich von der OPEC, der Organisation Erdöl exportierender Staaten. Bush meinte aber die APEC, das Asiatisch-Pazifische Wirtschaftsforum, zu dessen Gipfeltreffen er nach Australien gereist ist.

In seiner Rede vor Wirtschaftsvertretern bekräftigte er seinen Optimismus bezüglich der Lage im Irak: "Wir werden im Irak Erfolg haben", sagte der US-Präsident und rief die APEC-Staaten auf, im Kampf gegen den Terrorismus nicht nachzulassen. "Druck hält die Terroristen auf der Flucht, und wenn sie auf der Flucht sind, sind wir sicherer."

Beinahe Besuch von „Bin Laden“
Am Donnerstag hatte Bush bei der Konferenz beinahe Besuch von Bin Laden erhalten. Ein als Al-Kaida-Chef verkleideter australischer Schauspieler drang in die Sperrzone um das Hotel von Bush in Sydney ein und wurde erst kurz vor dem Hoteleingang gestellt. Wie Augenzeugen am Donnerstag berichteten, näherten sich elf Darsteller eines Satire-Programms des Senders ABC bis auf zehn Meter dem Hotel, bevor sie gestoppt wurden.

Sie ließen sich einfach in drei Limousinen mit kanadischen Fähnchen vorfahren, als wären sie Teil der kanadischen Delegation beim Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (APEC), das am Wochenende in Sydney tagt. Ein Sprecher des Senders bestätigte die Aktion.

Satire-Darsteller verkleiden sich als Politiker
Von vorgetäuschten Leibwächtern in dunklen Anzügen flankiert, passierten die Limousinen einen wichtigen Kontrollpunkt der Polizei, bevor sie in der Nähe des Hotels angehalten wurden. Wie die Polizei von Sydney mitteilte, wurden die elf Schauspieler festgenommen, inzwischen aber auf Kaution wieder freigelassen.

Einer der Beteiligten trug eine weiße Tunika und einen langen Bart - im Stil von Osama bin Laden. Der Gag dürfte den australischen Behörden sehr peinlich sein, da für das Gipfeltreffen des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums APEC die bislang schärfsten Sicherheitsvorkehrungen angekündigt worden waren.

Mauer schützt Gipfel-Teilnehmer
In der Fernsehsendung "The Chaser's War on Everything" sind Bush sowie viele australische Politiker schon öfters auf die Schippe genommen worden. Für den australischen Außenminister Alexander Downer beweisen die Festnahmen, dass die Sicherheitsvorkehrungen funktioniert hätten. Den Darstellern warf er vor, Prominente bewusst demütigen zu wollen.

Angesichts des bevorstehenden APEC-Gipfels hat sich die australische Metropole in eine abgeschottete Festung verwandelt. Eine mehr als fünf Kilometer lange und 2,80 Meter hohe Mauer aus Beton und Stahl soll die Staats- und Regierungschefs vor Demonstranten oder Terroristen schützen.

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