Di, 19. Juni 2018

WM-Fotofinish

27.08.2007 21:59

Veronica Campbell sprintet zu WM-Gold

Der Jubel nach dem 100-m-Sprint-Finale der Frauen am Montag bei den 11. Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Osaka ist ausgeblieben. Zu knapp war der Rennausgang, das minutenlange Warten auf das Ergebnis nach dem Fotofinish wurde zum absoluten Nervenkrimi, bis die Jamaikanerin Veronica Campbell als Siegerin in 11,01 Sekunden feststand.

Die wie 100-m-Sieger Tyson Gay ebenfalls vom noch im Gefängnis sitzenden Coach Lance Brauman betreute Athletin gewann in der langsamsten Siegerzeit bei Weltmeisterschaften überhaupt, es war der knappste Ausgang in der Geschichte von WM und Olympia, was die Top-Drei betrifft.

Erst wurde die US-Amerikanerin Torri Edwards als Siegerin eingeblendet, später folgte deren Landsfrau Lauryn Williams als Zweite, die dann plötzlich alleine mit einer 2 vor ihrem Namen von der großen Leinwand im 50.000 Zuschauer fassenden Nagai-Stadion leuchtete. Dann war die Anzeigetafel wieder leer und nach weiteren langen Sekunden blitzte der Name Campbell für einen kurzen Moment auf und zauberte der 25-Jährigen ein Lächeln ins Gesicht.

Nach einer weiteren Mattscheibe war endlich das komplette Ergebnis zu lesen: Campbell vor der zeitgleichen Titelverteidigerin Williams, Carmelita Jeter (USA) mit einer hundertstel Sekunde Rückstand, weitere drei Hundertstel zurück blieb Edwards nur der Blechrang.

Bekele verteidigt Titel über 10.000 Meter
Ein absolutes Highlight waren am Montag die 10.000 m der Männer: der Weltrekordhalter über diese Distanz, Kenenisa Bekele, verteidigte in 27:05,90 Minuten seinen Titel erfolgreich und nahm umhüllt von einer äthiopischen Flagge auf seiner Ehrenrunde ein Schild mit, auf dem er den Start ins neue Jahrtausend verkündete, den sein Land nach gregorianischer Zeitrechnung am 12. September begeht.

Über 3.000 m Hindernis der Frauen gewann die 29-jährige Russin Jekaterina Wolkowa in der Jahresweltbestleistung von 9:06,57 Minuten, bei der WM-Premiere dieser Disziplin in Helsinki vor zwei Jahren hatte sie Silber geholt hatte, das in Osaka an ihre Teamkollegin Tatjana Petrowa (9:09,19) ging.

Den Hammerwurf gewann der Weißrusse Iwan Tichon mit der Jahresweltbestleistung von 83,63 m, es war der dritte Titel en suite für den 31-Jährigen, er hatte Gold erst im letzten Versuch klar gemacht, bis dahin lag er nur an vierter Stelle. Im Dreisprung triumphierte der Portugiese Nelson Evora mit dem nationale Rekord von 17,74 m.

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