10.07.2007 20:56 |

Am 1. Jänner 2008

Malta und Zypern führen den Euro ein

Malta und die Republik Zypern können zum 1. Jänner den Euro einführen. Die EU-Finanzminister billigten am Dienstag in Brüssel endgültig den Beitritt der beiden EU-Neulinge zur Eurozone. Mit Malta und dem griechischsprachigen Südteil Zyperns haben dann 15 der 27 EU-Staaten die Gemeinschaftswährung. Als nächstes Land kann sich die Slowakei Aussichten auf die Euro-Einführung machen.

In Malta ersetzt der Euro die Lira, in Zypern das Pfund. Die Minister legten auch die endgültigen Wechselkurse gegenüber dem Euro fest: 0,585274 zyprische Pfund entsprechen demnach einem Euro, für die maltesische Lira beträgt der Kurs 0,4293. Der portugiesische Finanzminister und EU-Ratsvorsitzende Teixeira dos Santos beglückwünschte die beiden Länder für den "Erfolg", der auf eine gute Wirtschatfs- und Währungspolitik zurückzuführen sei.

Als erstes neues EU-Land hatte Slowenien im Jänner den Euro eingeführt. Die Slowakei könnte 2009 folgen. Auch die Baltenstaaten Estland, Lettland und Litauen wollen die Gemeinschaftswährung so bald wie möglich einführen.

Die Euroländer halten indessen trotz der von Frankreichs Staatspräsident Sarkozy ins Auge gefasste späteren Haushaltskonsolidierung am Ziel eines Nulldefizits im Jahr 2010 fest. "Wir verstehen, dass Italien und Frankreich Schwierigkeiten haben. Aber wir halten das Ziel 2010 aufrecht", sagte EU-Währungskommissar Almunia nach dem Treffen der EU-Finanzminister.

Den Sparempfehlungen der EU-Kommission für Österreich stimmte Finanzminister Molterer zu. Die Kommission hatte von Österreich einen ehrgeizigeren Zeitplan zur Erreichung des Nulldefizites eingemahnt. So könnte Österreich nach der von den EU-Finanzministern gebilligten Empfehlung der EU-Behörde bei entsprechenden Anstrengungen bereits 2009 oder 2008 - und nicht erst 2010 - das Defizit beseitigen.

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