Als die schwarz-rote SUI 100 die Ziellinie mit dem Minimalvorsprung auf Herausforderer Team New Zealand überquerte, entlud sich die Spannung rund um den Hafen von Valencia mit gewaltigen Jubelschreien an Bord und an Land. Unter Feuerwerk und Champagnerfontänen freuten sich zehntausende Segel-Fans mit den Eidgenossen - im Lager der rund 3.000 mitgereisten Neuseeländer flossen Tränen.
"Es ist fantastisch, dass der Cup nun in Europa bleibt", jubelte Alinghis deutscher Sportdirektor Jochen Schümann. Das Schweizer Syndikat hatte vor vier Jahren für den ersten europäischen Triumph in der America's-Cup-Geschichte gesorgt.
Das siebente Duell der Giganten machte seinem Namen alle Ehre. Nachdem die NZL 92 mit leichten Vorteilen gestartet war, erreichte die SUI 100 in frischen Winden um 16 Knoten die erste Wendemarke mit sieben Sekunden Vorsprung. Doch Team New Zealands Skipper Dean Barker und seine Crew schlugen zurück und erreichten die zweite Wendemarke 14 Sekunden vor den Schweizern.
Im anschließenden Kopf-an-Kopf-Rennen kam es vor Umrundung der dritten Marke beinahe zur Kollision. Alinghi musste ausweichen. Neuseeland wurde von den Schiedsrichtern für die Verletzung der Vorfahrtsregeln mit der rennentscheidenden Strafe belegt.
Das Team Alinghi feiert damit den nächsten großen Triumph seiner einmaligen Erfolgsstory. Die mit sechs erfahrenen Neuseeländern besetzte multinationale Crew des Genfer Milliardärs Ernesto Bertarelli setzte sich gegen das durchschnittlich vier Jahre jüngere Team New Zealand durch. Ein Produkt Schweizer Segelkunst ist Alinghis zweiter Erfolg en suite aber auch dieses Mal nicht. Team-Gründer Bertarelli war in allen sieben Final-Duellen der einzige Schweizer der 17-köpfigen Besatzung.
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