In der spannenden zweiten Begegnung vor Valencia am Sonntag wechselte die Führung bei perfekten Windbedingungen um zehn Knoten mehrfach, bevor Neuseeland vor der letzten Wendemarke die Führung erkämpfte und die Ziellinie trotz furioser Attacken der Schweizer mit 28 Sekunden Vorsprung kreuzte.
Experten hatten bereits vor dem Duell auf die Stärken Neuseelands bei Windstärken unter zehn Knoten hingewiesen. "Die Kiwis waren in der Herausfordererserie eher auf Leichtwind ausgerichtet, bevor sie sich mit dem Wechsel ihrer Kielbombe etwas in unsere Richtung bewegt haben", sagte Alinghis Sportdirektor Jochen Schümann. Im Match gegen die Schweizer setzt Team New Zealand auf seine "Buzzy Bee", eine lange, zigarrenförmige Kielbombe, die rot-gelb-blau-lackiert ist.
Schümann, der das kampfbetonte Match seiner Mannschaft am Fernsehschirm verfolgt hatte, sparte nicht mit Kritik am eigenen Team: "Das war unerwartet und hätte nicht passieren dürfen. Dass wir Fehler gemacht haben, ist offensichtlich, sonst wären die Neuseeländer nicht vorbeigekommen."
Der America's Cup sorgte am Wochenende für neue Rekordzahlen im Hafen von Valencia: Rund 150.000 Zuschauer strömten an den ersten beiden Finaltagen in die 300 Millionen Euro teure modernste Segelarena der Welt. Im Schweizer Basiscamp drängten sich knapp 1.000 Fans auf Balkon und Dachterrasse und feuerten ihr Team mit dem Geläut von 500 Kuhglocken an.
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