Hicke schnaubt

Hickersberger beklagt fehlenden Fortschritt

Fußball
04.06.2007 14:53
Ein Jahr vor der Fußball-EM im eigenen Land tritt Österreichs Nationalteam auf der Stelle. Dem 0:1 am Mittwoch gegen Schottland folgte am Samstag mit dem 0:0 gegen Paraguay im Hanappi-Stadion zwar ein eher akzeptables Ergebnis, von einer wirklichen EURO-Reife war aber nichts zu sehen - das musste auch Teamchef Hickersberger eingestehen. „Es gibt keine Fortschritte im gewünschten Ausmaß.“

Der Niederösterreicher hatte seiner Mannschaft mit einem System mit nur einer echten Spitze und dafür einem zahlenmäßig verstärkten Mittelfeld auf den Platz geschickt, das Resultat war eine phasenweise inferiore Leistung in der ersten Hälfte. Vier Wechsel zur Pause und eine Rückkehr zum bisher praktizierten 4-4-2 brachte nach dem Seitenwechsel immerhin eine klare Steigerung.

Taktik ist nicht aufgegangen
„Das, was wir taktisch spielen wollten, hat überhaupt nicht funktioniert“, erklärte Hickersberger. „Daher blieb mir keine Wahl, als einige Wechsel vorzunehmen. Mit dem gewohnten 4-4-2 hat das Spiel besser funktioniert und wir sind zu Chancen gekommen, müssen aber auch zugeben, dass Jürgen Macho einige Bälle für uns gehalten hat.“

Mit der Darbietung seiner Schützlinge vor dem Seitenwechsel ging der Teamchef hart ins Gericht. „In der ersten Hälfte hatten wir keine Aktion über drei, vier Stationen. Unser Kardinalfehler war, dass wir in solchen Situationen zu wenig lauffreudig sind, wenn der Gegner im Ballbesitz ist, und nicht so zur Sache gehen wie etwa ein Martin Stranzl.“

Aber immerhin...
Mit dem Resultat sei er aber halbwegs zufrieden. „Immerhin haben wir gegen ein Team gespielt, das an den drei letzten Weltmeisterschaften teilgenommen hat. Wir müssen zugeben, dass Paraguay die bessere, routiniertere Mannschaft war als Österreich.“

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