15.02.2007 19:46 |

Eisiger Winter

Schneechaos im Nordosten der USA

Heftige Schneestürme und Eisregen haben im Mittleren Westen und Nordosten der USA den Auto- und Flugverkehr teilweise lahm gelegt. Allein in New York wurden hunderte Flüge gestrichen. Einige Passagiere harrten am Mittwoch bis zu elf Stunden in den Maschinen aus, um kurzfristig startbereit zu sein. Die Zahl der Unwettertoten erhöhte sich auf 15, bevor das Sturmgebiet aufs Meer hinaus zog.

Auch in Boston, Washington, Chicago, Philadelphia und vielen kleineren Flughäfen wurden zahlreiche Verbindungen gestrichen. Viele Schulen und Büros der öffentlichen Verwaltung blieben weiter geschlossen. Der Gouverneur von Maine rief den Notstand aus, um die Auslieferung von Heizöl sicherzustellen, während der New Yorker Gouverneur die Nationalgarde um Hilfe bat. Mehr als 95.000 Haushalte waren am Donnerstag noch ohne Strom.

In Maine waren zwei Jugendliche vier Stunden lang in ihrer selbst gebauten Schneeburg gefangen, nachdem ein Räumfahrzeug diese versehentlich zusammengeschoben hatte. Einer der Jungen wurde wegen Unterkühlung behandelt. In Teilen von Vermont fielen bis zu 90 Zentimeter Schnee. Lastwagen durften auf den Straßen nicht mehr fahren.

Im Staat New York fiel gebietsweise mehr als ein Meter Schnee, die Temperaturen sanken dort am Donnerstag abermals auf minus 18 Grad Celsius. Am schwersten betroffen war die Gegend um den Ontario-See, wo der Schnee bis zu drei Meter hoch lag.