Nach Jens Byggmarks Sensationsfahrt im zweiten Durchgang wurde Raich mit "Benni, Benni"-Sprechchören aus 50.000 Kehlen zu einer nur um 0,04 Sekunden langsameren Fahrt und zu seinem 26. Weltcup-Erfolg getrieben. Wer den Doppel-Olympiasieger 2006 noch immer mangelnde Coolness und Nervenstärke vorwerfen sollte, wurde eines Besseren belehrt. "Ich fühle mich hier immer sehr wohl. Obwohl die Zuschauer doch eine gewisse Ablenkung darstellen könnten, kann ich mich sehr gut auf meinen Lauf konzentrieren."
Vor Byggmark zieht aber auch Raich den Hut. "Er ist sehr stark, sehr schnell und er fährt einen speziellen Stil. Fast wie Bode Miller. Wenn du den siehst, dann merkst du, dass du alt bist und ordentlich angasen musst", schmunzelte der um sieben Jahre ältere Rivale.
Matt von Schmerzen gequält
Mario Matt erzielte mit Rang drei bereits sein fünftes Stockerlergebnis in Serie. Und das, obwohl der Slalom-Weltmeister 2001 derzeit von starken Schmerzen im Lendenbereich gequält wird. "Das sollte aber für Aare kein Problem sein", hofft Matt, dass er das Problem bis zu seinen WM-Einsätzen in der Kombination (8. Februar) und im Slalom (17. Februar) in den Griff bekommt.
"Nach dem ersten Lauf waren die Schmerzen sehr stark. Beim Fahren selbst haben sie mich aber nicht gehandicapt. Da fokussiere ich mich nur auf das, was ich gerade mache", so der "Adler vom Arlberg", der die Schmerzen erstmals Anfang Jänner beim Training verspürt hatte.
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