29.01.2007 10:24 |

Nachholbedarf

Unzugängliches Uni-System in Österreich

Laut einer US-Studie zum Hochschulzugang in 13 Staaten hat Österreich Nachholbedarf: Das "zugänglichste" Uni-System haben demnach die Niederlande vor Finnland, Großbritannien und den USA, gefolgt von Kanada, Australien, Irland, Frankreich, Schweden, Italien, Deutschland und Belgien. Österreich liegt im Vergleich auf dem letzten Platz.

Für das Ranking wurden vier Faktoren zusammengeführt: Die Beteiligungsrate misst, wie viel Prozent der Bevölkerung eines bestimmten Alters an Hochschulen studieren, die Abschlussquote, wie viele Prozent der 25- bis 34-Jährigen einen Studienabschluss haben. Als weitere Beurteilungskriterien galten ein sozio-ökonomischer "Gerechtigkeits-Index", mit dem die soziale Herkunft der Studenten analysiert wurde sowie ein Geschlechter-Gerechtigkeits-Index.

Dabei zeigte sich, dass Österreich bei der Abschlussrate abgeschlagen an letzter Stelle liegt und bei der Beteiligungsrate im hinteren Mittelfeld der 13 Staaten landete, also auch nur wenige Studenten hat. Nur den vorletzten Platz gab es im sozio-ökonomischen "Gerechtigkeits-Index": Nur in Belgien stammen die Studenten noch häufiger aus höheren sozialen Schichten als in Österreich. Einzig bei der Geschlechter-Gleichheit landet Österreich im Vorderfeld, nämlich auf Rang vier.

Besser sieht laut dieser Studie die Leistbarkeit des Studiums in Österreich im internationalen Vergleich aus. Stellt man die Kosten für das Studium sowie die Lebenshaltungskosten möglichen Stipendien und Darlehen gegenüber, liegt Österreich im Vergleich der Leistbarkeit auf Platz sieben. Schweden, Finnland und die Niederlande sind dabei jene Ländern, wo man sich ein Studium am leichtesten leisten kann, und zwar auf Grund geringer Studienkosten und großzügiger Stipendien.

Sonntag, 16. Mai 2021
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