Gauner im www

Internet-Betrug versiebenfacht!

Jubel-Trubel-Heiterkeit herrschte bei der Präsentation der Kriminalstatistik 2006. „Nur“ 75.238 angezeigte Delikte in Oberösterreich - ein Minus zum Vorjahr um 5,1 Prozent. Dafür stagniert die Aufklärungsquote bei 48,8 Prozent. Auffällig: Es wurden mit 1166 Fällen sieben Mal mehr Internet-Betrügereien angezeigt und fast alle geklärt. Da werken Einbrecher und Diebe risikofreier.

Mörder haben in Oberösterreich die schlechtesten Karten. Alle 19 Gewaltverbrechen - darunter auch Mordversuche - sind geklärt. Einbrecher schlugen 10.807-mal zu, und nur knapp 12 Prozent der Gauner konnten gefasst werden.

Es gibt Entwicklungen, die Sicherheitsdirektor Alois Lißl Sorgen machen: „Die Zahl der Körperverletzungen durch Teenager hat sich auf 500 Fälle verdoppelt. Außerdem stieg die Zahl der Vandalismusfälle von 1990 auf 2321 Fälle, und nur 17 Prozent wurden geklärt. Jedes dritte Delikt verübte ein Jugendlicher.“ Außerdem steigt die Zahl der Raubdelikte - vor allem ältere Opfer werden wegen einiger Euro überfallen.

Ein Problem wird der Wegfall der „Schengen“-Außengrenze mit Jänner 2008 - ungehinderter Verkehr von Tschechien nach OÖ. „Wir dürfen unser Grenzgebiet nicht entblößen. Es ist zugesichert, dass keine der etwa 200 Planstellen der Grenzpolizei wegfällt. Wir werden diese Leute zur Fahndung in dieser Region einsetzen“, verspricht LH Josef Pühringer.

 

 

Foto: Chris Koller

Montag, 17. Mai 2021
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